Ein Super League-Stadion für Wil?

Die Visiere stehen schon für eine provisorische Zuschauertribüne.
Die Visiere stehen schon für eine provisorische Zuschauertribüne. © Tagblatt/Hans Suter
Der Wiler Stadtparlamentarier Christoph Hürsch will mehr Klarheit in der Kommunikation zu einem allfälligen Ausbau der IGP Arena. Sollte diese nämlich zu einem Super-League-tauglichen Fussballstadion ausgebaut werden ist für Hürsch klar: Das Volk muss zuerst darüber entscheiden.

Hürsch steht nicht alleine da mit seiner Skepsis: Fast all 45 Mitglieder des Stadtparlaments haben seinen Vorstoss unterzeichnet, wie das “Tagblatt” berichtet. In einer Interpellation verlangt der CVP-Politiker, dass Angaben zu einem allfälligen Ausbau des IGP Sportparks Bergholz gemacht werden. Dabei geht es in erster Linie um die Erweiterung des Fussballstadions: Der Kredit von 60 Millionen, den das Stimmvolk gutgeheissen hat, sei ursprünglich nicht für eine solche Erweiterung gedacht. Vor der Abstimmung sei von einem Challenge-League-Stadion die Rede gewesen.

“Das Volk soll entscheiden”

Der Rahmen sei klar definiert worden, sowohl von der Seite des Stadtrats wie auch seitens des FC Wil, wie Hürsch sagte. Man sei sich einig gewesen, dass ein Super League-Stadion nicht in Frage komme. “Wenn nun Veränderungen vorgenommen werden, muss das Volk darüber entscheiden”, findet Hürsch. Deshalb fordert er eine Volksabstimmung über einen allfälligen Erweiterungsbau.

Eine Ergänzung scheint nicht unwahrscheinlich, da die Eigentümer des FC Wil hohe Ambitionen haben. Man will in der Saison 2016/17 einen neuen Anlauf starten, in die Super League aufzusteigen. Sollte dies passieren, müssen Anpassungen in der Arena erfolgt werden. Die FC Wil-Besitzer würden diese auch bezahlen. Für mehr Sitzplätze hat der FC Wil bereits ein Baugesuch eingereicht.

Unklares Vorhaben

Was jedoch genau wann geschieht, ist unklar. Die Kommunikation der Verantwortlichen beim FC Wil ist äusserst spärlich. Das stört Hürsch. Er verlangt, dass die Regierung die Bevölkerung aufklärt. Er sei nicht grundsätzlich gegen dieses Bauprojekt, doch müssten die Rahmenbedingungen klar sein. Zudem traut er offenbar den türkischen Investoren nicht so ganz, die “hierzulande wenig bekannt” seien. “Was geschieht, wenn sie das Interesse am FC Wil verlieren.” Dann habe Wil ein Super League-Stadion mit hohen Unterhalts- und Betriebskosten.

(red)


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