Lawine in Engelberg: Skifahrer stirbt

Reanimationsversuche erfolglos: Variantenskifahrer stirbt in Lawine in Engelberg. (Symbolbild)
Reanimationsversuche erfolglos: Variantenskifahrer stirbt in Lawine in Engelberg. (Symbolbild) © Keystone/Reuters Pool/Andy Mettler
Ein Skifahrer ist am Dienstag im Titlisgebiet bei Engelberg OW bei einem Lawinenabgang getötet worden. Er wurde von seinen Kollegen aus dem Kegel geborgen und reanimiert, starb aber noch am Unglücksort.

Das Unglück passierte am Dienstag um 13 Uhr im Gebiet Laub, einem bei Variantenskifahrern beliebten Hang ausserhalb der markierten Pisten. Die Lawine habe sich im oberen Teil des steilen Hanges gelöst, sagte Marco Niederberger, Pikettoffizier der Kantonspolizei Obwalden, der Nachrichtenagentur sda auf Anfrage.

Der Verunglückte war mit drei Kollegen unterwegs, und war der einzige, der von der Lawine erfasst wurde. Den Kollegen gelang es, den Verunglückten mit einem Lawinenverschüttetensuchgerät zu orten und dann auszugraben.

Keine Lebenszeichen

Als die Rettungsflugwacht Rega eintraf, hatten die Kollegen des Verunglückten bereits mit der Reanimation begonnen, wie Niederberger ausführte. Die Rega stellte später die Wiederbelebungsversuche ein, weil sich keine Lebenszeichen einstellten. Nähere Angaben zum Verunglückten machte die Polizei bislang nicht.

Die Alpine Rettung Schweiz suchte mit Unterstützung zweier Hunde den Lawinenkegel ab. Es gebe keine weiteren Verschütteten, sagte Niederberger.

Der Hang Laub erstreckt sich von einer Höhe von 2450 Metern über 1200 Höhenmeter talwärts. Laub ist ein altes Wort für Lawine.

Engelberg-Titlis Tourismus bezeichnet den Hang als “Klassiker” für Freerider, empfiehlt aber als Begleitung ausgebildete Bergführer oder Skilehrer. Zudem sollten sich die Skifahrer vorgängig über die Lawinen- und Wetterverhältnisse informieren.

Erhebliche Lawinengefahr

Die Lawinengefahr lag am Dienstag auf der Stufe «erheblich», der dritten von fünf Gefahrenwarnstufen. Nach Angaben von Niederberger hatte die Bergbahn korrekt auf die Lawinengefahr hingewiesen und Absperrungen vorgenommen. Jeder befahre den Hang auf eigene Verantwortung, sagte der Pikettoffizier.

Nach Angaben des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF sind Lawinenunglücke im November nicht so selten, sofern es Schnee hat. In der Nacht hatte es stark geschneit, und wegen des Windes hatte es Schneeverfrachtungen gegeben.

Vor knapp fünf Jahren waren im Gebiet Laub elf Personen von einer Lawine erfasst worden. Zehn von ihnen konnten sich alleine aus den Schneemassen befreien. Die elfte Person wurde anschliessend durch die anderen gerettet. Eine Person musste damals hospitalisiert werden.

(SDA)


Newsletter abonnieren