Ein Weihnachtscafé für sechs Wochen

Von Claudia Amann
Das Weihnachtscafe im Herzen von St.Gallen soll Jung und Alt durch sein Flair begeistern.
Das Weihnachtscafe im Herzen von St.Gallen soll Jung und Alt durch sein Flair begeistern. © FM1Today
Mitten in der Altstadt von St.Gallen hat mit dem «Weihnachtscafé» ein besonders atmosphärisches Lokal eröffnet. Das Spezielle daran: Es kann nur über sechs Wochen besucht werden und soll das Einkaufen von Weihnachtsgeschenken angenehmer machen.

Wer das «Weihnachtscafé» betritt, empfindet Freude und Wehmut zugleich. Einerseits ist mit dem Café in der Schmiedgasse 16 ein charmanter Raum für Geselligkeit und Genuss entstanden, andererseits hat der Treffpunkt ein baldiges Ablaufdatum.

Von heute Donnerstag bis Silvester ist das Cafe geöffnet. Da es so schnell wie es gekommen ist auch wieder verschwinden wird, trägt das Lokal die Bezeichnung «Pop-Up Cafe». Solche Lokale, die plötzlich aufspringen und nach kurzer Zeit wieder von der Bildfläche verschwinden, sind derzeit weltweit im Trend.

Die Initiatoren des Weihnachtscafés in St.Gallen haben aber einen anderen Grund für ihren Anlauf: Wenn es nach ihnen geht, sollte ein Café dieser Art die Gallusstadt konstant bereichern. «Es besteht ein Bedürfnis nach Lokalen, in denen Familien in einer gediegenen, aber dennoch kinderfreundlichen Atmosphäre sein können», sagt Rico Baettig. Der St.Galler ist als Geschäftsmann in der Innenstadt und zudem als Präsident der Multergass-Gesellschaft tätig und Vater des Weihnachtscafés.

Mit vereinten Kräften voraus

Gemeinsam mit dem Gastroprofi Thomas Bischof hat Rico Baettig sein Konzept in den Räumlichkeiten der ehemaligen Fehr’schen Buchhandlung umgesetzt und in Windeseile ein Café erstellt, das wirkt, als wäre es über Jahre geplant worden. «Wir waren platt von der Schönheit des Raumes und überwältigt von dessen Grösse», erzählt Baettig. Unterstützung bekamen die beiden von zahlreichen Partnern aus der Innenstadt. Unter anderem werden sie von der Confiserie Roggwiller beliefert.

«Ohne den Rückhalt der Multergass-Gesellschaft wäre dieses Vorhaben nicht zu verwirklichen gewesen», sagt Rico Baettig. «Unser Ziel ist es, das Einkaufen in der St.Galler Innenstadt attraktiver zu machen.» So sei mit dem Konzept des Cafés weiter gedacht als bis zum 31. Dezember. Der Zapfenstreich ist auch nur deshalb an dem Datum angesetzt, weil das Pop-up Café gewissermassen als Testphase dient – und die Räumlichkeiten nur begrenzt zur Verfügung stehen.

In Ruhe geniessen neben den Kindern

Neben den zahlenden Gästen sollen sich auch Kinder im «Weihnachtscafé» wohlfühlen, betont der Familienvater Rico Baettig. So hat er in dem Café eine Kinderecke untergebracht, die neben kindgerechten Möbeln auch mit viel Spielzeug aufwartet. «Auch mein fünfjähriger Sohn hat einige seiner Spielsachen spendiert», berichtet Baettig freudig. Prinzipiell sei das Projekt von Vornherein auf Befürwortung und Beistand gestossen. Dass Baettigs Ehefrau und seine Schwiegermutter zudem mit Dekorationstalent aufwarten konnten, hat dem «Weihnachtscafé» seinen letzten Schliff gegeben.

Insgesamt fünf Mitarbeiter werden sich um das Wohl der Gäste kümmern. Gleich am Eröffnungstag wurden etliche Passanten auf das neue Lokal neugierig. Neben einem einfachen Hock zum Kaffee trinken und Kuchen essen bietet sich das «Weihnachtscafé» auch für grössere Gesellschaften an. «Es ist auch ideal für Weihnachtsfeiern», sagt Rico Baettig. Kooperiert wird dabei mit einem Catering-Partner.

Um alle Gäste bemüht

Produkte der Flauderei, bester Appenzeller Käse und spezielle Getränke-Kreationen sollen die Besucher genauso begeistern wie besondere Aktionen. Neben einer sonntäglichen Märchenstunde für Kinder wird ein Adventskalender 24 Tage lang Geschenke verlosen. An jedem Tag des Advents können die Gäste des Weihnachtscafés Gewinnkärtchen ausfüllen und auf eine Sachspende eines der Geschäfte aus der Multergasse hoffen. Und wer seine Mitbringsel oder Einkäufe ein paar Stunden lang unterstellen möchte, kann auch das im «Weihnachtscafé» tun.

Öffnungszeiten des Weihnachstcafés: Montag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 19 Uhr, Donnerstag von 10 bis 21 Uhr, Samstag von 10 bis 17 Uhr und an den Sonntagen des 11. und 18. Dezember von 11 bis 17 Uhr.


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