Einen Jodel zum Frühstück

Die Jodler dürfen in der Region hausen.
Die Jodler dürfen in der Region hausen. © KEYSTONE/Urs Flueeler
In zwei Wochen treffen sich Jodler und Jodlerinnen aus der ganzen Schweiz in Gossau. Weil es die 3000 erwarteten Teilnehmer gerne gemütlich haben, bieten Personen aus der Region ihr Daheim als Unterkunft an.

“Ich würde nicht jeden bei mir aufnehmen”, sagt Roman Nüesch aus Gossau. Er stellt seine Zweit-Wohnung Jodlern aus dem Wallis zur Verfügung. “Wäre in Gossau eine Technoparade, hätte ich Angst, die Wohnung anschliessend neu renovieren zu müssen.” Die Jodler seien aber ein friedliches Volk. Statt die Wohnung leer zu lassen, dürfen die Walliser günstig dort wohnen.

Dass die Jodler gerne bei Privaten wohnen ist nichts Neues. “Wir haben den verschiedenen Vereinen Unterkünfte angeboten”, sagt der Medienverantwortliche Herbert Bosshart. Darunter seien Hotels und Militärunterkünfte gewesen, aber die Vereine wollten lieber privat untergebracht werden. So haben die Organisatoren einen Aufruf in der Region gestartet und erstaunlich viele Rückmeldungen erhalten: “Wir wären mit 30 Betten zufrieden gewesen, nun haben wir rund 80 zur Verfügung.”

Für viele sei die Unterkunft auch eine Kostenfrage: “Hotels sind teuer, ausserdem sind die meisten Jodler bereits über 60 Jahre alt und wollen einen gewissen Komfort, den Massenunterkünfte nicht bieten”, erklärt Bosshart. Mit dieser Variante werde allen geholfen. Die Gastgeber haben eine gute Zeit und die Jodler ein Dach über dem Kopf.

Das Nordostschweizer Jodlerfest findet vom 1. bis 3. Juli statt. Insgesamt 50’000 Besucher werden erwartet.

TVO-Beitrag zum letzten Nordostschweizer Jodlerfest in Wattwil:

 

(abl)


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