Einwohner wehren sich gegen Postschliessung

Die Post will ihre Filiale in Stein schliessen, Dagegen regt sich Widerstand (Symbolbild)
Die Post will ihre Filiale in Stein schliessen, Dagegen regt sich Widerstand (Symbolbild) © /KEYSTONE/GAETAN BALLY
Die Post will ihre Filiale im Ausserrhodischen Stein schliessen. Die Gemeinde hat angekündigt, mit der Post zusammen alternative Lösungen zu suchen. Doch das stösst bei den Einwohnern auf taube Ohren. Sie fordern, dass die Poststelle geöffnet bleibt.

Ein überparteiliches Komitee hat sich formiert und eine Petition lanciert, um die Schliessung der Poststelle zu verhindern. «Den Anstoss dazu gab die Ankündigung der Post, neue Lösungen für die Versorgung in der Gemeinde zu suchen», sagt Patrik Louis, einer  der Initianten, gegenüber dem Tagblatt.

Einsatz gefordert

Die Petitionäre fordern den Gemeinderat dazu auf, sich mit allen politischen und rechtlichen Mitteln gegen die drohende Schliessung der Poststelle zu wehren. Zudem soll die Bevölkerung besser und vor allem öfters über den Verlauf der Verhandlungen informiert werden. Die Bevölkerung ist davon überzeugt, dass die Poststelle in Stein eine grosse Bedeutung hat. Vor allem die persönliche Betreuung ist den Steinern wichtig.

Weite Fahrten vermeiden

Durch die Schliessung der Poststelle müssten die Unternehmen aus Stein in die verkehrsmässig überlasteten Zentren Herisau, St.Gallen und Teufen ausweichen, sagt Patrik Louis gegenüber dem Tagblatt. Zudem gingen Arbeitsplätze in Stein verloren.

Post prüft Hauslieferung

Wie in anderen Gemeinden will die Post auch in Stein die Hausversorgung einführen. Zusätzlich soll eine Postagentur errichtet werden. Für die Bewohner Steins wäre dies ein herber Rückschlag. Ausserdem bedauern die Petitionäre, dass Poststellenschliessung immer zu Lasten der ländlichen Gebiete gehen. Es sind mehrere Vorstösse im Nationalrat hängig, die diesem Trend entgegenwirken wollen.

(enf)


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