Elektrobus in Genf ohne Oberleitungen

Die Batterie des neuartigen Grossraumbusses TOSA in Genf wird an den Haltestellen jeweils 15 Sekunden nachgeladen, während die Passagiere ein- und aussteigen.
Die Batterie des neuartigen Grossraumbusses TOSA in Genf wird an den Haltestellen jeweils 15 Sekunden nachgeladen, während die Passagiere ein- und aussteigen. © KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI
Im Kanton Genf sind zwischen dem Flughafen Cointrin und Carouge bald neuartige Elektro-Busse in Betrieb, die ohne Oberleitungen auskommen. Die Genfer Verkehrsbetriebe (TPG) kostet das 24 Millionen Franken.

Die neuen Busse zeichnen sich durch ein innovatives Antriebssystem aus. Der Strom für den Elektroantrieb stammt aus einer Batterie, so dass keine Oberleitungen mehr nötig sind. Damit der Strom nicht ausgeht, werden die Busse an den Haltestellen jeweils mittels einer neuartigen Flash-Ladetechnologie der ABB geladen.

Innerhalb von 15 Sekunden, während die Passagiere ein- und aussteigen, wird die Batterie von einer Ladestation, die über dem Dach des Busses angebracht ist, nachgeladen. Der Grossraumbus namens TOSA ist nicht nur viel leiser als ein Dieselbus, sondern kann auch mehr Passagiere transportieren.

Im Kaufpreis von 24 Millionen Franken sind neben den zwölf Bussen auch 13 Flash-Schnellladestationen, 3 Ladestationen für Endhaltestellen und 4 für das Depot enthalten. Die Busse sollen bis 2018 die heutigen Dieselbusse auf der Buslinie 23 ablösen.

Vor der Einführung war das Konzept in Genf zunächst getestet worden. Die TPG, der Bushersteller HESS aus dem Kanton Solothurn sowie die ABB unterzeichneten die Verträge am Freitag. Während ABB die Ladestationen, den Antrieb und die Batterien liefert, kommt von HESS der Grossraumbus.

Die Genfer Flotte von Diesel-Bussen werde bis 2025 ausgetauscht, kündigte am Freitag der Genfer Verkehrsdirektor Luc Barthassat (CVP) an. Das innovative Projekt sei ein Meilenstein für die Zukunft der urbanen Mobilität.

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen