Elektrolok-Königin “Krokodil” steckt in Deutschland fest

Wartet in Deutschland weiterhin auf die Revision: Das Schweizer "Krokodil" hatte nach dem Gastauftritt in Schweden technische Probleme auf der Rückreise.
Wartet in Deutschland weiterhin auf die Revision: Das Schweizer "Krokodil" hatte nach dem Gastauftritt in Schweden technische Probleme auf der Rückreise. © Keystone/Cornelius Fischer
Die legendäre SBB-Lokomotive “Krokodil” wartet weiterhin auf ihre grosse Revision im Werk der Deutschen Bahn in Meiningen im Bundesland Thüringen. Technische Probleme hatten im September die Heimfahrt der Elektro-Königin von Schweden gestoppt.

Es sei seit kurzem klar, was alles an der Lokomotive “Krokodil” revidiert werden müsse, sagte Martin Ruckstuhl, Mediensprecher von SBB Historic mit Sitz in Windisch AG, am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Ruckstuhl rechnet damit, dass das grüne “Krokodil” (CE 6/8 III 14305, Baujahr 1926) nach erfolgter Revision im Spätherbst wieder ins Heimatland Schweiz zurückgeführt werden kann. Er machte keine Angaben zu den Kosten der ohnehin notwendigen Revision.

Das “Krokodil”, das als Königin der Elektrolokomotiven gilt, war im vergangenen September in Schweden der Star an einem Jubiläumsanlass des Eisenbahnmuseums in Gävle gewesen.

Heissgelaufene Gleitlager

Bereits bei der Hinfahrt nach Schweden traten technische Probleme auf. Ein Gleitlager der 90 Jahre alten Lok war warm gelaufen – trotz der geringen Geschwindigkeit von 50 km/h. Die Lokomotive benötigte eine Verschnaufpause. Das Lager konnte durch ein neu hergestelltes ersetzt werden.

Bei der Rückfahrt nach dem grossen Auftritt in Schweden erwärmte sich erneut ein Gleitlager. Letztlich zog eine Vorspannlokomotive das “Krokodil” in das Industriewerk in Meiningen im Süden Ostdeutschlands.

Das “Krokodil” war am Jubiläumsanlass des “Sveriges Järnvägsmuseum” in Gävle der Ehrengast gewesen. Der Grund: Generationen von schwedischen Kindern sind mit einem Spielzeug-Modell des “Krokodils” aufwachsen.

(SDA)


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