Emeli Sandé: Lust an Musik aus Sambia

Emeli Sandé - hier an der diesjährigen Baloise Session - führt ihr musikalisches Talent auf ihr sambisches Erbe zurück. (Archivbild 21.10.16)
Emeli Sandé - hier an der diesjährigen Baloise Session - führt ihr musikalisches Talent auf ihr sambisches Erbe zurück. (Archivbild 21.10.16) © KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS
Die schottische Soul-Sängerin Emeli Sandé hat erst vor zwei Jahren in Sambia, der Heimat ihres Vaters, ihre Leidenschaft für die Musik begriffen. Am Geburtsort ihres Vaters singe einfach jeder völlig unbekümmert. An den Überschwang musste sie sich erst gewöhnen.

«Als wir nach Sambia fuhren, sah ich, wie jeder in dem Dorf meines Vaters abends am Feuer sass, betete und aus voller Kehle sang», sagte sie dem Berliner «Tagesspiegel». Dies habe sie sehr berührt. «Ich glaube, diese Lust an Musik habe ich von der Familie meines Vaters geerbt.»

An den Überschwang der Gefühle musste sie sich aber erst gewöhnen. «In Sambia umarmten uns alle im Dorf, es gab Gefühlsausbrüche, niemand hielt sich zurück. Das kam mir im ersten Moment komisch vor.» In Schottland seien die Leute reserviert. Sie habe sich dann gezwungen, sich «emotional zu öffnen».

Emeli Sandé wurde vor vier Jahren zum Star, als sie zur Eröffnung der Olympischen Spiele in London sang. Danach nahm sie eine lange Auszeit und meldete sich erst jetzt mit dem Album «Long Live The Angels» zurück.

(SDA)


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