Emmi wird zum Take-Away-Betreiber

Emmi will in Luzern testen, wie ein eigener Take-Away-Laden für das Marketing von  Jogurtprodukten ankommt. Im Bild der Emmi-Hauptsitz in Luzern.
Emmi will in Luzern testen, wie ein eigener Take-Away-Laden für das Marketing von Jogurtprodukten ankommt. Im Bild der Emmi-Hauptsitz in Luzern. © KEYSTONE/ANTHONY ANEX
Der Schweizer Milchverarbeiter Emmi steigt mit einem eigenen Laden in Luzern ins Take-Away-Geschäft ein. Die Eröffnung ist für April geplant. Mit dem Lokal will Emmi vor allem Jogurtprodukte vermarkten. Das Unternehmen schliesst den Aufbau weiterer Läden nicht aus.

Das erste Verkaufslokal soll unter dem Titel “YoBar” im Zentrum von Luzern unweit des Bourbaki-Panoramas an der Löwenstrasse eröffnet werden. Emmi-Sprecherin Sibylle Umiker bestätigte am Dienstag auf Anfrage entsprechende Medienberichte. Das Bauprojekt liegt seit Freitag bei der Stadt Luzern öffentlich auf.

Gemäss dem Betriebskonzept will Emmi im Laden vor allem eigene Jogurtprodukte wie Fruchtjogurts, salzige Jogurts oder Frozen Jogurts verkaufen. Im geplanten Sortiment sind aber auch Bagels, Salate und Getränke. Zudem sieht das Lokal mit 76 Quadratmetern Verkaufsfläche eine Showküche vor.

Zu den Kosten des ersten eigenen Take-Away-Geschäfts macht Emmi keine Angaben. Die Filiale mit Öffnungszeiten von Montag bis Samstag soll bis zu vier Personen beschäftigen.

Der Laden ist in erster Linie ein neues Marketinginstrument, wie die Emmi-Sprecherin erklärt. Mit diesem soll für die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Jogurt geworben werden.

Hintergrund ist das im vergangenen Jahr lancierte proteinhaltige Emmi-Produkt YoQua, das sich im ansonsten schwächelnden Heimmarkt Schweiz als Umsatztreiber herausstellte. Der Jogurt-Snack ist Emmis Antwort auf den globalen Trend vor allem unter jungen Konsumenten zu proteinreichen Nahrungsmitteln.

Die Jogurt-Bar in Luzern ist für Emmi ein Pilotstandort. Es sei nicht ausgeschlossen, dass es künftig weitere solche Läden geben werde, sagte die Sprecherin weiter.

Der grösste Schweizer Milchverarbeiter vertreibt bisher seine Produkte in der Regel nicht direkt an die Konsumenten. Ausnahmen sind drei Fabrikläden in Emmen LU, Kaltbach LU und Ostermundigen BE. Hinzu kommen zwei Käse-Verkaufsläden in Bern und Olten der Emmi-Tochter Baumann Käse.

(SDA)


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