Endet St. Gallens schwarze Serie gegen Vaduz?

Jeff Saibene und den FC Thun plagen nicht nur sportliche, sondern auch finanzielle Sorgen
Jeff Saibene und den FC Thun plagen nicht nur sportliche, sondern auch finanzielle Sorgen © KEYSTONE/MARCEL BIERI
Schlusslicht Thun empfängt zum Auftakt der 11. Runde der Super League den auf Rang 2 liegenden Aufsteiger Lausanne-Sport, Basel trifft vor seinem nächsten Champions-League-Auftritt auf den FC Luzern.

Den Tabellenletzten Thun plagen vor dem Heimspiel gegen das Überraschungsteam Lausanne-Sport nicht nur sportliche, sondern auch finanzielle Sorgen. «Mayday» titelte die «Berner Zeitung» in ihrer Ausgabe am Freitag. Präsident Markus Lüthi ist – wieder einmal – auf der Suche nach Geldgebern. Das strukturelle Defizit von zwei Millionen Franken schlägt den Verantwortlichen im Berner Oberland auf den Magen. Das Sparpotenzial ist ausgeschöpft, der Zuschaueraufmarsch ist im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 1000 Fans gesunken.

Die schwachen Resultate mit nur einem Sieg in zehn Spielen und Platz 10 in der Tabelle sowie dem Ausscheiden im Cup verschärfen die Situation zusätzlich. Trainer Jeff Saibene ist allerdings überzeugt, dass die durchaus guten Leistungen der letzten Wochen bald einmal belohnt werden, zumal die Automatismen in der im Sommer auf einigen Positionen veränderten, noch günstigeren Mannschaft langsam aber sicher greifen. «Es ist eine Frage der Zeit, bis wir hinten wegkommen», so Saibene.

Für Meister Basel geht es vier Tage vor dem Champions-League-Spiel bei Paris Saint-Germain gegen den FC Luzern darum, nach der zweiwöchigen Pause sofort wieder in den Rhythmus zu finden. Mit 28 Punkten aus zehn Spielen ist die Bilanz des FCB in der Liga nahezu makellos, ganz zufrieden scheinen sie in und um Basel mit den letzten Auftritten aber nicht zu sein. Beim 1:1 zuhause gegen Thun vor zwei Wochen gab es Pfiffe, Torschütze Davide Callà sprach von einem für den FCB «unwürdigen Auftritt». Auch die beiden Auftritte in der Champions League gegen Rasgrad (1:1) und in London gegen Arsenal (0:2) waren alles andere als berauschend.

Von Klagen auf solch hohem Niveau kann der FC Luzern nur träumen. Der FCL ist nach dem glänzenden Saisonauftakt ins Schlingern geraten. Aus den letzten fünf Spielen resultierte nur ein Punkt. Unruhe kommt in der Zentralschweiz für einmal aber (noch) nicht auf. Trainer Markus Babbel ist krisenerprobt, zudem waren die Leistungen nicht so schlecht, wie die Resultate vermuten lassen. «Wir haben Punkte mit leichtfertigen Fehlern dem Gegner geschenkt», kritisierte Babbel. Auf den Auftritt im St. Jakob-Park freut sich der Deutsche: «Es wird ein tolles Spiel – im Wissen, was für Qualität auf uns zukommen wird.»

(SDA)


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