Energiekonzern Axpo will das Schloss Böttstein loswerden

Der Energiekonzern Axpo will das Schloss Böttstein verkaufen. Heute befindet sich darin ein Hotel und ein Restaurant.
Der Energiekonzern Axpo will das Schloss Böttstein verkaufen. Heute befindet sich darin ein Hotel und ein Restaurant. © Handout Axpo
Der Energiekonzern Axpo schreibt das Schloss Böttstein im unteren Aargauer Aaretal zum Verkauf aus. Der Preis für das hoch über der Aare und vis-à-vis des AKW Beznau gelegenen, herrschaftlichen Anwesens steht noch nicht fest.

Der Verkaufsentscheid sei eine Konsequenz aus der Unternehmensstrategie, die unter anderem auch die Veräusserung strategisch nicht zentraler Anlagen vorsehe, heisst es in einer Axpo-Mitteilung vom Mittwoch. Die Axpo hatte im Geschäftsjahr 2014/2015 einen Verlust von 990 Millionen Franken geschrieben.

Der Verkaufsprozess für das Schloss startet diesen Frühling. Für den Verkauf will die Axpo einen Makler beiziehen. Dieser soll die Verkaufsunterlagen erstellen und einen Marktpreis festlegen.

Die Axpo möchte, dass der Hotel- und Restaurationsbetrieb weitergeführt wird. Das Schloss wurde 1964 von der NOK, wie die Axpo damals noch hiess, im Hinblick auf den Bau des AKW Beznau erworben. Während den Bauarbeiten war dort zwischen 1965 und 1972 der technische Stab untergebracht.

Danach wurde das Schloss zu einem Hotel mit Restaurant umgebaut und 1974 eröffnet. Schloss und Kapelle stehen unter Denkmalschutz. Zum Verkauf ausgeschrieben wird das Schloss und die dazugehörige Landparzelle. Weiter in Axpo-Besitz bleibt das auf einer angrenzenden Parzelle liegende Infozentrum Axporama.

Auf dem Areal des Schloss Böttstein stand schon im 11. Jahrhundert eine Burg. Die heutigen Gebäude mit Herrenhaus und Kapelle wurde zwischen 1615 und 1617 erbaut. Das Schloss stand lange im Besitz einer Familie Schmid, die mit Karl von Schmid (1827-1889) auch einen National- und Ständerat hervorbrachte.

(SDA)


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