Enkel versteigert als Flüchtlingshilfe 28 Miró-Werke

Joan Punyet Miro - hier letzten Winter in der Miro-Ausstellung im Zürcher Kunsthaus - spendet 28 Bilder seines Grossvaters für die Flüchtlingshilfe. (Archivbild)
Joan Punyet Miro - hier letzten Winter in der Miro-Ausstellung im Zürcher Kunsthaus - spendet 28 Bilder seines Grossvaters für die Flüchtlingshilfe. (Archivbild) © Keystone/WALTER BIERI
Insgesamt 28 Werke des spanischen Künstlers Joan Miró sollen am Donnerstag bei Christie’s in London mit dem einzigen Ziel versteigert werden, mit dem Erlös den Flüchtlingen weltweit zu helfen. Der Stifter ist Mirós Enkel.

Er stifte seine Sammlung, weil er das Gefühl habe, sein Grossvater hätte dies genauso getan, “wenn er noch am Leben wäre”, sagte Mirós Enkel Joan Punyet Miró der Nachrichtenagentur AFP.

Sein Ende 1983 verstorbener Grossvater habe selbst einige harte Zeiten durchgemacht, sagte Punyet. “Er wusste, was Hunger bedeutet, war während des Spanischen Bürgerkriegs im Exil, durchlitt den Zweiten Weltkrieg und kannte die Trostlosigkeit von Flüchtlingslagern”, sagte er weiter. Miró habe stets den “Benachteiligten, den Flüchtlingen und Verbannten” helfen wollen.

Christie’s hofft auf einen Erlös von 50’000 Euro zugunsten des Roten Kreuzes. Die internationale Organisation soll das Geld ausschliesslich für die Flüchtlingshilfe einsetzen. Miró hatte selbst gute Gründe, dem Roten Kreuz dankbar zu sein: Nach einem schweren Autounfall im Jahr 1965 rettete ein Arzt der Hilfsorganisation das Bein seines einzigen Kindes – Punyets damals 34-jähriger Mutter.

(SDA)


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