Enttäuschte Kloten Flyers nach dem raschen Playoff-Out

Sean Simpson, Trainer und Sportchef der Kloten Flyers, erwartete vor allem zum Abschluss der Serie noch mehr Kampfgeist seines Teams
Sean Simpson, Trainer und Sportchef der Kloten Flyers, erwartete vor allem zum Abschluss der Serie noch mehr Kampfgeist seines Teams © KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER
Der starke Endspurt der Kloten Flyers in der Qualifikation mit acht Siegen aus den letzten zehn Spielen war kein Garant für erfolgreiche Playoffs. Es folgte ein “Direktflug in die Enttäuschung”. Auf diesen Nenner brachte es der “Tages-Anzeiger”.

Vom 1:4 am Donnerstag und dem schnellstmöglichen Ausscheiden gegen den in jeder Beziehung besseren Meister Davos zeigte sich indes auch Klotens Trainer und Sportchef Sean Simpson arg enttäuscht. “Beim 3:5 in Spiel 2 hatten wir noch eine Chance, die Partie für uns zu entscheiden. Insgesamt habe ich danach mehr Kampfgeist von vielen Spielern in dieser Situation erwartet. Aber das hat nicht geklappt. Die Schlussphase der Qualifikation war gut. Ich hatte gedacht, dass wir auch starke Playoffs haben könnten, weil der Druck weg war. Doch dies war nicht der Fall.”

Simpson bestätigte, dass sich in den Viertelfinals die physisch starken Mannschaften durchsetzten (Bern, Davos, Lugano) beziehungsweise auf Kurs sind (Servette). “Das ist momentan schon die Entwicklung in der NLA.” Die Flyers tragen mit den Engagements der Abwehr-Routiniers Tim Ramholt (31/von Zug) und Timo Helbling (34/Bern) auf die kommende Saison hin dieser Entwicklung Rechnung.

Dagegen befindet sich unter anderen mit Michael Liniger (36) einer der altgedienten Haudegen auf dem Abstellgleis. Er ist noch vertragslos. “Ob ich in der nächsten Saison noch weiterspiele, kann ich noch nicht sagen. Natürlich mache ich mir als Familienvater über meine Zukunft Gedanken.”

Liniger will das schnellstmögliche Playoff-Out nicht beschönigen: “Die Energie war mit der Playoff-Qualifikation weg. Es gab bei uns keinen Weg nach oben. Ob es an Leadership gefehlt hat? Vielleicht. Ich selbst konnte mit der deutlich beschränkten Eiszeit natürlich nicht mehr grossen Einfluss ausüben.”

Verteidiger Patrick von Gunten betonte, dass zuviel Energie durch Defensivarbeit verloren gegangen sei, um offensiv ähnlich wirkungsvoll wie bei der vielleicht besten Saisonleistung (6:2 gegen Davos am 30. Januar) aufzutreten. Bloss sechs Tore in vier Spielen waren deutlich zu wenig. “Es war aber ein wenig alles, das gefehlt hat. Wir haben vielleicht nicht nur auf der Bank, sondern auch auf dem Eis zu wenig Leben gehabt.”

Davos wisse zudem immer, wie man in den Playoffs einen Gang hoch schalten könne. Genau dies fordert vom Meister nun aber Abwehrchef Félicien Du Bois – unabhängig vom Sweep gegen Kloten: “Wir haben unser bestes Spiel noch nicht gefunden. Um in den Final zu kommen, braucht es noch mehr. Das müssen wir uns bewusst sein. Und ich denke, dies ist uns auch allen gegen Bern bewusst. Zürich mit 4:0 zu besiegen, ist schon beeindruckend. Wir selbst konnten gegen Kloten immer das erste Tor schiessen und lagen bloss einmal sechs Sekunden lang in Rückstand. Das war positiv.”

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen