“Er starb vor seiner Haustüre”

Der Tatort an der Webergasse.
Der Tatort an der Webergasse. © Kapo SG
Nachdem ein 42-Jähriger in den frühen Morgenstunden in St.Gallen erschossen wurde, sind die Nachbarn und Anwohner geschockt. Die Polizei fahndet weiterhin nach dem Schützen.

“Ich erwachte gegen fünf Uhr wegen eines lauten Knalls und undefinierbarem Geschrei in der Gasse”, erzählt eine Anwohnerin mit zittriger Stimme. “Danach war Totenstille und ich lag hellwach in meinem Bett”, erzählt sie. Sie vermutete Betrunkene auf einem nächtlichen Streifzug oder Schabernack in den Gassen.

Ein Mann lag blutüberströmt in der Gasse

Mittlerweile weiss sie: “Meine Nachbarin hat mir erzählt, dass sie aus dem Fenster geschaut hat und da ein Mann in einer Blutlache liegen sah! – So etwas ist fürchterlich”, auch andere Anwohner können es kaum glauben. Eine Anwohnerin kannte das Opfer: “Er wurde direkt vor seiner Haustüre erschossen”, sagt sie. Der Mann sei immer äusserst freundlich gewesen und hätte immerzu gegrüsst.

Wohnung durchsucht – Fahndung läuft

Unterdessen hat die Kantonspolizei St.Gallen eine Wohnung unmittelbar beim Tatort durchsucht und versiegelt. Dazu kann sie aber noch keine Angaben machen: “Ob das Opfer in dieser Wohnung gelebt hat, ist zur Zeit noch Gegenstand laufender Ermittlungen”, sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen.

Familiärer Streit als Motiv?

Gemäss “20 Minuten-Online” geschah das Tötungsdelikt im Herzen von St.Gallen wegen eines familiären Streits. Das Onlineportal zitiert ein schweiz-kosovarisches Online-Portal: “Das Opfer arbeitete seit Jahren in St.Gallen ohne die nötigen Bewilligungen…”, schreibt 20 Minuten. Die Polizei will davon nichts wissen: “Wir wollen nicht spekulieren – wir stehen am Anfang grosser polizeilicher Ermittlungen”, sagt Krüsi gegenüber FM1Today.

(rar)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen