Erb starb eines natürlichen Todes

Rolf Erb, hier auf dem Weg zu einem Prozess am Zürcher Obergericht im Januar 2014, wurde leblos in seinem Anwesen im Kanton Thurgau gefunden. (Archiv)
Rolf Erb, hier auf dem Weg zu einem Prozess am Zürcher Obergericht im Januar 2014, wurde leblos in seinem Anwesen im Kanton Thurgau gefunden. (Archiv) © KEYSTONE/Ennio Leanza
Gemäss der Thurgauer Staatsanwaltschaft ist Ex-Konzernchef Rolf Erb eines natürlichen Todes gestorben. Dies ergaben die rechtsmedizinischen Untersuchungen. 

Der ehemalige Konzernchef und Milliardenbetrüger Rolf Erb, der am 8. April tot an seinem Wohnort im Schloss Eugensberg in Salenstein (TG) aufgefunden wurde, ist eines natürlichen Todes gestorben. Dies haben von der Staatsanwaltschaft Kreuzlingen in Auftrag gegebene Untersuchungen beim Institut für Rechtsmedizin in St.Gallen ergeben. Erb sei seinem «natürlichen inneren Geschehen», einer Herzkrankheit, erlegen.

Suizid und Dritteinwirkung ausgeschlossen

Ein Selbstmord, über welchen gemunkelt wurde, kann somit ausgeschlossen werden. Gemäss einer Mitteilung der Thurgauer Staatsanwaltschaft liegen «keinerlei Hinweise für eine suizidale Handlung» vor. Ebenso schliesse man eine Fremd- beziehungsweise Dritteinwirkung aus.

Rolf Erb war der letzte Konzernchef der Winterthurer Erb-Gruppe, die 2003 Konkurs ging. Nach dem Swissair-Konkurs gilt dies als die zweitgrösste Firmenpleite der Schweizer Wirtschaftsgeschichte. Der Schaden soll sich auf mehrere Milliarden belaufen haben, und Erb wurde zu einer siebenjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.

Erb beschwerte sich wegen Selbstmordgefährdung

 Erst im März hatte das Bundesgericht eine Beschwerde des 65-Jährigen gegen den Haftantritt abgewiesen. Erb hatte sich dagegen gewehrt und akute Selbstmordgefahr geltend gemacht.

(red./SDA)


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