Kim Jong Un ordnete Test einer Wasserstoffbombe persönlich an

Tagesanbruch in Pjöngjang (Archiv) Erdbebenstationen in den USA und China haben einen Erdstoss in Korea registriert. Das hat Spekulationen über einen erneuten Atomtest in Nordkorea ausgelöst.
Tagesanbruch in Pjöngjang (Archiv) Erdbebenstationen in den USA und China haben einen Erdstoss in Korea registriert. Das hat Spekulationen über einen erneuten Atomtest in Nordkorea ausgelöst. © KEYSTONE/AP/WONG MAYE-E
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat den Test einer Wasserstoffbombe vor drei Wochen persönlich angeordnet. Im nordkoreanischen Staatsfernsehen wurde am Mittwoch sein auf den 15. Dezember datierten Befehl gezeigt.

“Lasst uns das Jahr 2016 mit dem aufregenden Geräusch unserer ersten Wasserstoffbombenexplosion beginnen, damit die ganze Welt aufschauen wird zu unserer sozialistischen, atomar bewaffneten Republik und der grossartigen Arbeiterpartei Koreas”, heisst es in einer handschriftlichen Botschaft neben seiner Unterschrift.

Das Staatsfernsehen zeigte auch noch einen zweiten Befehl vom 3. Januar, mit dem Kim Jong Un endgültig grünes Licht für den Atomtest am Mittwoch gab – zwei Tage vor seinem Geburtstag.

Kim Jong Un war nach dem Tod seines Vaters Kim Jong Il 2011 an die Macht gekommen. Unter seiner Aufsicht unternahm Nordkorea im Februar 2013 seinen dritten Atomtest. Im Dezember deutete der junge Machthaber dann erstmals an, dass sein Land eine Wasserstoffbombe besitze.

Nordkorea sei “ein mächtiger Atomstaat, der bereit ist, eine selbstständige Atombombe und eine Wasserstoffbombe zu zünden, um seine Souveränität zu verteidigen”, sagte er laut der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA. Seine Aussage wurde von internationalen Experten aber mit Skepsis aufgenommen.

(SDA)


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