Erdbeerschnitten-Traum lebt weiter

Projektleiter Marcus Heeb präsentiert eine Erdbeerschnitte im Kosterviertel.
Projektleiter Marcus Heeb präsentiert eine Erdbeerschnitte im Kosterviertel. © Michel Canonica / Tagblatt
Die längste Erdbeerschnitte der Welt hätte man am Samstag im St.Galler Klosterviertel verspeisen können – doch die schlechten Wetterprognosen machten dem Rekordversuch einen Strich durch die Rechnung. Wir wissen, warum der Initiator trotz zehnmonatiger Vorbereitungszeit nicht traurig ist und warum Erdbeertörtli-Liebhaber hoffen dürfen.

«Das Vorhaben hat ein tolles Wir-Gefühl in St.Gallen hervorgerufen», sagt Marcus Heeb, Projektleiter des Erdbeerschnitten-Rekordversuchs St.Gallen. Vor einer Woche war klar, das Wetter wird am Samstag zu nass, um den Versuch einer über 400 Meter langen Schnitte zu wagen. Weil die involvierten Bäckergeschäfte in St.Gallen jedoch an anderen Wochenenden keine Kapazität haben, musste Heeb das Projekt wohl oder übel begraben.

«Das war von Anfang an ein vorhersehbares Risiko, deshalb bin ich nicht weiter betrübt», sagt Heeb. Ausserdem war der Rekordversuch vor allem dazu gedacht, Geld für das Gospel-Projekt Mighty Wind zu sammeln. Vom 1. bis 11. Juni treffen sich über 400 Sängerinnen und Sänger aus der ganzen Welt. «Das Projekt ist nicht gefährdet – das Geld bekommen wir auch anders zusammen.»

Das grosse Erdbeerschnitten-Essen im St.Galler Klosterviertel wurde abgesagt.

Das grosse Erdbeerschnitten-Essen im St.Galler Klosterviertel wurde abgesagt. ©i-Stock

Der gescheiterte Rekordversuch hat auch seine Vorteile: «Durch das Projekt hat das Gospeltreffen Mighty Wind sehr viel Aufmerksamkeit erhalten, ich bin sicher, die Konzerte werden sehr gut besucht sein.»

Für St.Galler Schleckmäuler bedeutet der abgesagte Versuch nicht unbedingt das Ende des Erdbeerschnitten-Traums: «Pro City, die Klosterbezirksgesellschaft und die Medien haben ein grosses Interesse gezeigt – wir würden unser gewonnenes Projekt-Wissen gerne weiter geben», sagt Heeb. Die Stadt, die Geschäfte der Innenstadt und die Bevölkerung hätten das Projekt gerne gehabt. «Es ist also nicht unbedingt für immer gestorben.» Dies bestätigt auch Ralph Bleuer, Präsident der Pro City Vereinigung. «Es ist durchaus denkbar, dass wir diesen Event nächstes Jahr versuchen durchzuführen.»

(agm)


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