Erdogan-Gegner protestieren in Zürich gegen Ausnahmezustand

Rund 120 Personen demonstrierten in Zürich gegen die Repressionen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.
Rund 120 Personen demonstrierten in Zürich gegen die Repressionen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. © KEYSTONE/EPA KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER
Ein buntes Bündnis von Türken und Kurden hat am Samstag in Zürich gegen den gescheiterten Militärputsch und den Ausnahmezustand in der Türkei demonstriert. Dem Aufruf zur Kundgebung auf dem Helvetiaplatz folgten rund 120 Personen. “Weder Putsch noch AKP.

Demokratie ist die einzige Lösung”, hiess es auf einem der zahlreichen Transparente. Auf einem andern wurde die AKP als “Erdogan-Faschismus” angeprangert.

Organisiert hatte die Kundgebung der Demokratische Kongress der Völker Europas (HDK). Mit der Aktion wollten die Teilnehmenden nach dem gescheiterten Militärputsch gegen eine “AKP-Diktatur” demonstrieren.

“Wir machen uns grosse Sorgen um die Türkei”, sagte ein HDK-Vertreter. Nach den jüngsten Ereignissen seien die Zukunftsaussichten düster. Es sei deshalb wichtig, dass die demokratischen Kräfte öffentlich ihre Stimme erheben.

Etliche Demonstranten forderten zudem die Freilassung des inhaftierten Kurdenführers Abdullah Öcalan. Nach der Putschnacht sei die kurdische Bevölkerung um den Zustand von Öcalan besorgt. Die internationale Gemeinschaft müsse Druck ausüben auf die Türkei, damit Familienangehörige und Anwälte Zugang zum Kurdenführer erhielten.

Die Kundgebung auf dem Helvetiaplatz war von der Stadtpolizei bewilligt worden. Diese markierte mit zahlreichen Einsatzfahrzeugen Präsenz, hielt sich während der Kundgebung jedoch im Hintergrund.

Am Freitagabend hatten in Genf knapp hundert Personen für die “demokratisch gewählte” türkische Regierung demonstriert. Sie wandten sich ebenfalls gegen den gescheiterten Putsch.

(SDA)


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