Nahost: Verletzte bei gewaltsamen Zwischenfällen

Ein Palästinenser greift israelische Sicherheitskräfte mit einer Steinschleuder an: Bei mehreren Zwischenfällen und Zusammenstössen im Nahen Osten gab es am Samstag mehrere Verletzte. (Archivbild)
Ein Palästinenser greift israelische Sicherheitskräfte mit einer Steinschleuder an: Bei mehreren Zwischenfällen und Zusammenstössen im Nahen Osten gab es am Samstag mehrere Verletzte. (Archivbild) © KEYSTONE/EPA/MOHAMMED SABER
Bei gewaltsamen Zwischenfällen im Nahen Osten sind am Samstag erneut mehrere Israelis und Palästinenser verletzt worden. In Südisrael wurden am Samstag nach Angaben der Polizei bei Messerattacken vier Juden verletzt.

Laut Israels Polizeisprecher Micky Rosenfeld ereignete sich der Messerangriff in der Nähe des Fussballstadions in der südisraelischen Stadt Kirjat Gat. Die Polizei suche nach mindestens einem flüchtigen Angreifer.

Der Rettungsdienst Magen David Adom erklärte, eines der Opfer sei schwer verletzt. Demnach handelte es sich bei den Verletzten um einen Mann, zwei Frauen und ein 13-jähriges Mädchen.

Wer der oder die Täter waren, war zunächst unklar. Der Messerangriff ähnelt jedoch vorangegangenen Attacken von Palästinensern, bei denen in den vergangenen Wochen mehrere Israelis getötet oder verletzt wurden.

Auch im besetzten Westjordanland war die Lage am Samstag wieder angespannt. Israelische Sicherheitskräfte lieferten sich nahe der Stadt Dair Samet westlich von Hebron Zusammenstösse mit palästinensischen Demonstranten. Durch eine von den Sicherheitskräften abgefeuerte Gasgranate geriet ein Lager in Brand.

Als Feuerwehrleute zum Löschen anrückten, schossen die Sicherheitskräfte nach Angaben eines Feuerwehrmannes auf sie. Ein Kollege sei durch ein Gummigeschoss verletzt worden. Ein Armeesprecher bestätigte die Zusammenstösse, konnte aber zunächst keine Angaben zum Feuerwehrmann machen.

Nahe Silwad nördlich von Ramallah kam es zu Zusammenstössen zwischen Soldaten und Steine werfenden Palästinensern. Mindestens ein Palästinenser wurde verletzt, als die Armee auf die Menge schoss.

Zuvor war in Hebron eine Frau festgenommen worden, weil sie angeblich ein Messer bei sich hatte. Die Polizei erklärte, die Frau habe einen Angriff geplant.

In Hebron schloss die Polizei einen Radiosender. Nach Angaben der israelischen Behörden verbreitete der Sender Al-Chalil falsche Informationen und stachelte zu Gewalt gegen Israelis an.

US-Aussenminister Kerry will am Sonntag zu einer Nahost-Reise aufbrechen. Am Montag wird er Gespräche mit arabischen Aussenministern in Abu Dhabi führen. Dabei soll der Syrien-Konflikt im Vordergrund stehen. Auch der Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) steht auf der Tagesordnung.

Am Dienstag wird Kerry Gespräche in Tel Aviv, Jerusalem und Ramallah führen, in denen es vor allem um Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern gehen wird.

(SDA)


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