Das war der Dienstag in Rio de Janeiro

Dank ruhiger Hand zur Bronzemedaille: die Thurgauer Sportschützin Heidi Diethelm Gerber
Dank ruhiger Hand zur Bronzemedaille: die Thurgauer Sportschützin Heidi Diethelm Gerber © KEYSTONE/AP/HASSAN AMMAR
Pistolenschützin Heidi Diethelm Gerber beschert der Schweiz die erste Medaille an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Fechter Benjamin Steffen scheitert hingegen im Kampf um Platz 3.

Im Bronze-Duell setzte sich die Thurgauerin Diethelm Gerber gegen die Chinesin Zhang Jingjing, die Nummer 1 der Welt, durch. Die 47-Jährige sorgte damit für die erste Olympia-Medaille einer Schweizer Schützin überhaupt. Die vorangegangenen 20 Medaillengewinne bei Olympischen Spielen waren alle auf das Konto von männlichen Schützen gegangen.

Anderthalb Stunden später verpasste Benjamin Steffen die angestrebte Medaille. Der 34-jährige Basler schnitt vom hoffnungsvollen Schweizer Trio im Degen-Einzel am besten ab, unterlag jedoch im Gefecht um Platz 3 dem Weltranglisten-Ersten Gauthier Grumier aus Frankreich 11:15. Max Heinzer war zuvor im Viertelfinal ausgeschieden, Fabian Kauter eine Runde vorher.

Über 200 m Delfin realisierte Martina van Berkel zwei Schweizer Rekorde und stiess damit als erste Athletin von Swiss Swimming in Rio in einen Halbfinal vor. Im Schlussklassement belegte die 27-jährige Zürcherin den 12. Platz. Die Finals der Schwimmer standen im Zeichen von Michael Phelps. Der US-Superstar gewann über 200 m Delfin und mit der amerikanischen 4×200-m-Crawl-Staffel seine Goldmedaille Nummern 20 und 21 bei Olympischen Spielen.

Wie erwartet erreichte der Schweizer Leichtgewichts-Vierer den A-Final. Mario Gyr, Simon Niepmann, Simon Schürch und Lucas Tramèr zeigten sich gegenüber dem 3. Platz im Vorlauf stark verbessert und liessen den Konkurrenten keine Chance.

Weiterhin unter einem schlechten Stern für die Favoriten steht das olympische Tennisturnier. Die grosse Favoritin und Weltnummer 1 Serena Williams verlor im Achtelfinal nach einer desolaten Vorstellung in zwei Sätzen der Ukrainerin Jelina Switolina. Damit sind in den Einzel- und Doppelkonkurrenzen bei den Männern und den Frauen nach vier Wettkampftagen alle Topgesetzten ausgeschieden.

Eine grosse Show boten die amerikanischen Kunstturnerinnen. Angeführt von der überragenden Simone Biles deklassierten sie die Russinnen und die Chinesinnen im Team-Wettkampf.

(SDA)


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