Erstes Urteil wegen Teilnahme an Demonstrationen in Russland

Wer in Russland an einer nicht genehmigten Kundgebung teilnimmt, dem droht Gefängnis. (Symbolbild)
Wer in Russland an einer nicht genehmigten Kundgebung teilnimmt, dem droht Gefängnis. (Symbolbild) © KEYSTONE/AP/PAVEL GOLOVKIN
Erstmals ist in Russland ein Oppositionsaktivist wegen der Teilnahme an nicht genehmigten Protesten zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Ein Gericht in Moskau erlegte Ildar Dadin wegen mehrerer entsprechender Fälle eine Lagerhaft von drei Jahren auf.

Die Staatsanwaltschaft hatte Dadin vorgeworfen, zwischen August und Dezember 2014 an vier nicht genehmigten Demonstrationen teilgenommen zu haben, wie die Nachrichtenagentur Interfax am Montag unter Berufung auf die Justiz berichtete.

Es handelt sich um das erste solche Urteil in Russland nach der Einführung eines entsprechenden Gesetzes im Sommer 2014. im Gerichtssaal spielten sich tumultartige Szenen ab, wie Fernsehbilder zeigten. Mitstreiter Dadins warfen sich zu Boden und wurden von Justizbeamten an Händen und Füssen hinausgetragen. Dadins Verteidigung nannte das Urteil “politisch motiviert”.

(SDA)


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