“Es ist für mich eine Lebensenttäuschung”

Von Linda Aeschlimann
Das Schlager-Openair geht dieses Jahr am 31. Juli zum letzten Mal im Flumserberg über die Bühne.
Das Schlager-Openair geht dieses Jahr am 31. Juli zum letzten Mal im Flumserberg über die Bühne. © Tagblatt
Die Zukunft des Schlager-Openairs “Der Berg bebt” ist gesichert. Der Veranstalter Fredy Broder hat mit dem Bündner Dorf Flims einen neuen Partner gefunden. Trotzdem sind die Wunden nach dem Knatsch am Flumserberg nicht geheilt und die Enttäuschung weiter gross.

Ein Rückblick: Ende Februar wurde publik, dass der Veranstalter des Schlager-Openairs, Fredy Broder, und die Gemeinde Quarten sich in den Haaren liegen und das Schlager-Openair am Flumserberg in diesem Sommer zum letzten Mal durchgeführt wird. In einer Mitteilung erhob Broder damals schwere Vorwürfe gegen die Gemeinde Quarten. Unter anderem soll es Intrigen beim Bewilligungsverfahren gegeben haben. Zuviel für Broder, er gab das Aus des Schlager-Openairs am Flumserberg bekannt.

Schmerzhafter Abgang

Heute, gut vier Monate später, ist klar: Das Schlager-Openair besteht weiter – jedoch nicht am Flumserberg. Am 31. Juli 2017 bebt der Berg in Flims. Trotzdem bleiben Wunden. “Es ist für mich eine Lebensenttäuschung, was passiert ist”, sagt Fredy Broder gegenüber FM1Today. “Ich werde mit Wunden gehen und die Wunden werden immer in mir drin bleiben.” Allen Schlagerfans versichert der Veranstalter aber, dass das Schlager-Openair dieses Jahr unter den dem Knatsch nicht leiden wird. “Ich freue mich auf den letzten Anlass am Flumserberg. Wir werden mit Herzen dabei sein und alles geben.”

Mit Leidenschaft überzeugt

Gelöster zeigt sich Fredy Broder wenn er über Flims spricht. Der bündner Tourismusort konnte sich gegen über ein Dutzend Konkurrenten durchsetzen. “Im ersten Gespräch mit André Gisler, dem Tourismusdirektor von Flims, Laax, Falera, habe ich gespürt, dass dieser Mann mit vollem Herzen dabei ist und Gisler das Openair unbedingt will.” Broder selbst sagt über sich, dass er der genau gleiche Typ sei und darum das grösste Schlagerfest der Schweiz nach Graubünden verlegt. Die Vergangenheit vergessen kann er trotzdem nicht – zumindest noch nicht.

(lae)


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