Es wären noch mehr Tore drin gelegen

St.Gallens Trainer Joe Zinnbauer kann aufatmen
St.Gallens Trainer Joe Zinnbauer kann aufatmen © KEYSTONE/NICK SOLAND
Es war ein Hitzekampf, doch das Team von Joe Zinnbauer spielte als geschlossene Mannschaft. Der 3:0-Sieg ist ein Befreiungsschlag. Aber es wäre mehr drin gelegen.

Der FCSG straft die Kritiker und schickt die Luzerner mit einer 3:0-Packung nach Hause. Die Espen erkämpften sich den Sieg in dieser Hitzeschlacht mit vielen gewonnenen Zweikämpfen und einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Den Espen gelang es zudem, den Schwung aus der ersten Halbzeit mitzunehmen und in der zweiten Hälfte konzentriert zu bleiben. Einziges Manko ist die schlechte Chancenauswertung, da dieser Sieg durchaus auch höher hätte ausfallen können. Dieser Effort dürfte Joe Zinnbauer etwas Luft verschaffen, zumal die Mannschaft heute für das Publikum und nicht gegen den Trainer gespielt hat. Nun geht es in die Nationalspielpause. Hoffen wir, dass Zinnbauer diese gewinnbringend einsetzen kann.

Daniel Lopar (4,5/6): Der Torhüter zeigte eine konzentrierte Leistung und musste nur selten eingreifen. Entschärfte die wenigen gefährlichen Luzerner Torschüsse mit grosser Sicherheit und strahlte Ruhe aus.

Silvan Hefti (4,5/6): Eine stabile Leistung des jungen Verteidigers. Zeigte im Vergleich zu den letzten Einsätzen eine klare Leistungssteigerung und wurde nach dem Abpfiff zurecht vom Publikum gefeiert.

Roy Gelmi (4/6): Fügte sich nahtlos in das Mannschaftsgefüge ein und spielte eine starke Partie. Waltete neben Wiss als Innenverteidiger und machte einen guten Job.

Alain Wiss (4,5/6): Hielt die Abwehr bis zu seiner Auswechslung stabil zusammen und war stets Herr der Lage. Wurde gemäss unseren Informationen aufgrund einer Verletzung ausgewechselt, hoffen wir, dass diese nicht allzu schlimm ist.

Kofi Schulz (4,5/6): Setzte sich einige Male gut in Szene und leitete einige schöne Angriffe ein. Besonders erwähnenswert ist die schöne Kombination, welche das 2:0 ermöglichte. Lancierte Aratore mustergültig mit einer tollen Flanke in den Lauf. Er ist sicher ein Versprechen für die Zukunft.

Mario Mutsch (-/6): Wurde für den angeschlagenen Wiss eingewechselt. Aufgrund der kurzen Einsatzzeit verzichten wir auf eine Bewertung.

Andreas Wittwer (-/6): Wurde in der 85. Minute eingewechselt, was keine Bewertung zulässt.

Nzuzi Toko (5/6): Ein sehr starkes Spiel des Mittelfeldmotores. Verteilte die Bälle geschickt, gab gute Anweisungen und war der Ursprung für einige gefährliche Aktionen. Sicherte zudem defensiv ab und spielte ausgezeichnet mit Gaudino zusammen. Seine Präsenz und Routine tut der Mannschaft sichtbar gut.

Yannis Tafer (4,5/6): Erfreute uns heute mit seiner erfrischenden, kampfstarken Spielweise, welche ihm in letzter Zeit leider etwas abhanden gekommen ist. Behauptete den Ball gut und gewann viele Zweikämpfe.

Gianluca Gaudino (5/6): Einer der besten Spieler auf dem Platz. Ballstark, gespickt mit einer feinen technischen Klinge, hat der Deutsche das Rüstzeug, um in Zukunft ganz gross aufspielen zu können.

Danijel Aleksic (4/6): Konnte sich heute einige Male in Aktion setzen und behauptete die Bälle solide. Leider lässt seine Chancenauswertung zu wünschen übrig, müsste heute mindestens ein Tor schiessen. Dennoch eine starke Partie.

Roman Buess (5/6): Erlöste den FCSG in der 63. Minute mit seinem Tor und leitete den Sieg ein. Zeigte heute eine gesunde Aggresivität und erlief sich viele Bälle. Zusammen mit Gaudino einer der besten Spieler auf dem Feld.

Marco Aratore (4,5/6): Ein inspirierender Auftritt. Aratore zeigte heute, was in ihm steckt und schoss das 2:0, was nicht einfach war, da der Ball direkt in den Lauf gespielt wurde.

Seifedin Chabbi (-/6): In der 88. Minute eingewechselt, in der 93. Minute das Tor geschossen. Das ist gelebte Effizienz. Profitierte von einem Patzer von Zibung, stand jedoch goldrichtig. Wir mögen es dem Neuzuzug gönnen, können jedoch aufgrund der kurzen Einsatzzeit keine Bewertung abgeben.

Autor: Reto Latzer


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen