Estland gedenkt Wiedererlangung der Unabhängigkeit

Damit fing es  1991 an: Der Machtkampf zwischen Sowjetpräsident Michail Gorbatschow (l.), der auch Chef der bisher allmächtigen Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) war, und dem frisch gewählten Präsidenten der russischen Teilrepublik, Boris Jelzin, beschleunigte den Zerfall des Imperiums.
Damit fing es 1991 an: Der Machtkampf zwischen Sowjetpräsident Michail Gorbatschow (l.), der auch Chef der bisher allmächtigen Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) war, und dem frisch gewählten Präsidenten der russischen Teilrepublik, Boris Jelzin, beschleunigte den Zerfall des Imperiums. © KEYSTONE/AP/BORIS YURCHENKO
Estland hat am Samstag der Wiedererlangung der staatlichen Unabhängigkeit vor 25 Jahren gedacht. In den Wirren des Putschversuches in Moskau hatte sich der Baltenstaat am 20. August 1991 endgültig von der Sowjetunion losgesagt.

“Viele von uns hatten noch nie so viel Hoffnung und Sorge zugleich empfunden”, sagte Parlamentspräsident Eiki Nestor während einer Feierstunde in Tallinn. “Doch am Ende dieses Tages fühlten wir uns bereits wie Sieger.”

Regierungschef Taavi Rõivas würdigte in seiner Rede im Parlament den Mut der damaligen Abgeordneten. Estland könne wirklich stolz darauf sein, was es in den vergangenen 25 Jahren erreicht habe, sagte er.

Estland hatte bereits im Frühjahr 1990 einen Beschluss zur Wiederherstellung der Unabhängigkeit gefasst. Doch erst während des gescheiterten Putsches gegen Sowjetpräsident Michail Gorbatschow in Moskau erhielt der Baltenstaat seine volle Souveränität zurück. Estland war 1940 von der Sowjetunion annektiert worden.

(SDA)


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