Polizei sucht nach diesem Mann

Die Polizei sucht nach den Anschlägen in Brüssel nach diesem Mann
Die Polizei sucht nach den Anschlägen in Brüssel nach diesem Mann
Nach den Terroranschlägen in Brüssel, mit mindestens 31 Toten, sucht die Polizei nach einem Verdächtigen. Die Terrormiliz “IS” hat sich zu den Anschlägen bekannt. Bei Hausdurchsuchungen wurden in der Zwischenzeit weitere Sprengsätze und chemische Substanzen gefunden.

Nach Angaben von Augenzeugen ereigneten sich am Morgen gegen 8.00 Uhr zunächst am Flughafen kurz nacheinander zwei Explosionen. Zeugen wollen zuvor Schüsse gehört haben. Der Nachrichtenagentur Belga zufolge wurden am Flughafen Waffen gefunden. Belga verwies auf eine gut informierte Quelle, eine offizielle Bestätigung gibt es aber nicht. Eine Person habe etwas auf Arabisch gerufen, hatten mehrere Menschen der belgischen Nachrichtenagentur berichtet.

Im Verlaufe des Nachmittages wurde am Brüsseler Flughafen eine weitere Bombe gefunden. Sie wurde kontrolliert gesprengt. Dies teilte der Gouverneur der Provinz Flämisch-Brabant mit. “Die dritte Bombe ist nicht explodiert”, sagte Lodewijk De Witte.

31 Tote, über 230 Verletzte

Rund eine Stunde nach den Detonationen am Flughafen kam es bei der Metrostation Maelbeek zu einer weiteren Explosion. Die Metrostation liegt in der Nähe der EU-Behörden. Ebenfalls gibt es Berichte über weitere Explosionen an drei anderen U-Bahn-Stationen, diese wurden aber in der Zwischenzeit dementiert.

Beim Flughafen starben laut offziellen Angaben mindestens 11 Personen, bei der Metrostation Maelbeek kamen mindestens 20 Menschen ums Leben. Über 230 Personen sollen verletzt worden sein – mehrere davon schwer. Eine weitere Explosion kurz vor Mittag in der Rue de la Loi stellte sich als kontrollierte Detonation eines verdächtigen Pakets raus. Die belgische Polizei vermutet, dass noch immer Attentäter in Brüssel unterwegs sind.

IS bekennt sich zu Anschlägen

Die Terrormiliz “IS” hat sich nach Angaben einer ihr nahestehenden Nachrichtenagentur zu den Anschlägen in Brüssel bekannt. IS-Kämpfer hätten “eine Bombenserie mit Sprengstoffgürteln und Sprengsätzen am Dienstag ausgeführt”, meldete die Agentur Amak. Ziel seien ein Flughafen und eine Metrostation im Zentrum der belgischen Hauptstadt gewesen.

Polizei sucht mit Foto nach Verdächtigem

Unterdessen hat die Polizei auf Twitter einen Fahndungsaufruf veröffentlicht. Mit einem Foto einer Überwachungskamera vom Flughafen sucht sie einen Verdächtigen. Gesucht wird der Mann mit Hut und der hellen Jacke. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die anderen beiden Verdächtigen als Selbstmordattentäter gestorben sind.

Fund von Sprengsatz bei Durchsuchungen

Die Suche läuft auf Hochtouren. Im Moment werden in Belgien an mehreren Orten Häuser durchsucht. Lauft der Staatsanwaltschaft wurde man dabei fündig: In der nordöstlichen Stadtgemeinde Schaerbeek habe man eine “IS-Flagge”, einen Sprengsatz und chemische Substanzen gefunden.

Bomben waren mit Nägeln versehen

Die Bomben, die detoniert sind, waren offenbar mit Nägeln gespickt. Das zeige das Verletzungsbild, sagt Marc Decramer, Chef der Universitätsklinik Leuven, der belgischen Zeitung “Het Laatste Nieuws“. Die Klinik behandelte mehrere Schwerverletzte. Das Ziel von “Nagelbomben” ist es, möglichst viele Personen zu verletzen.

Röntgenbild einer verletzten Person bei den Anschlägen in Brüssel

Keystone/EPA/STRINGER

Freiburger Schüler kamen mit Schrecken davon

Bundespräsident Johann Schneider-Ammann hat im Namen des Bundesrates und der Bevölkerung Belgien sein tief empfundenes Beileid ausgedrückt. “Wir verurteilen diese schrecklichen Taten auf das Schärfste”, sagte er. Die Schweiz und Europa stünden für Freiheit, Sicherheit, Rechtsstaat und Demokratie. “Diese Werte werden wir jederzeit hochhalten und verteidigen”, sagte Schneider-Ammann. Über mögliche Schweizer Opfer liegen laut dem Bundespräsidenten keine Informationen vor. Auch gibt es keine Hinweise auf eine direkte Bedrohung der Schweiz.

Grosses Glück hatte eine Klasse von Freiburger Kantonsschülern. Sie waren auf der gleichen Metro-Linie in Brüssel unterwegs, auf der es zum Anschlag kam. Die 19 Schüler konnten, gemäss SRF unverletzt ins Hotel zurückkehren.

So sieht es derzeit in der Abflughalle des Flughafens aus.

Eine Augenzeugin berichtet von mindestens einer “kleinen Bombe” beim Check-In:

Der Flughafen wurde gesperrt und die Menschen in Sicherheit gebracht:

Über dem Flughafen steigt Rauch auf:


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