Expo oder Olympia – ein Grossanlass ist zu viel

Zwar hat das Volk die Idee einer Expo in der Bodenseeregion abgelehnt - die Stadt St.Gallen beteiligt sich jetzt aber an einer nationalen Version.
Zwar hat das Volk die Idee einer Expo in der Bodenseeregion abgelehnt - die Stadt St.Gallen beteiligt sich jetzt aber an einer nationalen Version. © pd
Die Expo 2027 und die Bündner Olympia-Kandidatur 2026 kommen sich in die Quere. Sportminister Guy Parmelin warnt vor einer zu grossen Euphorie. Es ist unwahrscheinlich, dass sich der Bund gleich an zwei teuren Grossprojekten in der gleichen Landesregion beteiligt.

Im FM1-Land herrscht Aufbruchsstimmung – bislang. Die Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Thurgau wollen gemeinsam 2027 die Schweizer Landesausstellung durchführen. Graubünden hat vor wenigen Tagen eine wichtige Hürde auf dem Weg zur Olympia-Kandidatur 2026 genommen. Doch nun tritt Bundesrat Guy Parmelin heftig auf die Euphorie-Bremse.

Wie die “Schweiz am Sonntag” schreibt, könnten die Ostschweizer Expo-Pläne die Bündner Träume von Olympia gefährden. Am Samstag sagte er in Chur: “Mit der Landesausstellung steht im Jahr 2027 in der Ostschweiz ein Grossanlass auf dem Programm. Olympia 2026 und im Jahr darauf die Expo 2027 – das sind zwei sehr teure Anlässe in sehr kurzer Zeit.”

Dass sich der Bund finanziell an zwei teuren Grossanlässen innert zweier Jahre in der gleichen Landesregion beteilige, sei politisch unwahrscheinlich, schreibt die “Schweiz am Sonntag”. Zumal mit der Genfersee-Region und dem Wallis zwei Westschweizer Gegenden Ambitionen auf eine Olympiakandidatur hegen würden.

(red.)


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