Extrembergsteiger Ueli Steck ist tot

Alpinist Ueli Steck auf seiner spektakulären Viertausender-Tour.
Alpinist Ueli Steck auf seiner spektakulären Viertausender-Tour. © Facebook / Ueli Steck
Der 40-jährige Ueli Steck, der Extrem-Bergsteigen betrieb, ist tot. Er ist bei einer Erkundungstour am Mount Everest verunfallt. Der 40-Jährige befand sich auf einer Vorbereitungstour zur Akklimatisierung, als er abstürzte.

Stecks Sprecher bestätigte am Sonntagmittag den Tod des Bergsteigers. Die genauen Umstände des Unfalls seien derzeit noch unbekannt. Sobald gesicherte Erkenntnisse vorliegen, würden diese der Öffentlichkeit mitgeteilt. Seine Familie sei unendlich traurig, hiess es weiter in der schriftlichen Erklärung. Sie bat zudem darum, auf Spekulationen um die Umstände des Todes zu verzichten und sie wolle derzeit auch keine weitere Auskünfte erteilten.

Steck sei allein unterwegs gewesen, als er zwischen Camp I und Camp II am Fusse des Everest 1000 Meter in die Tiefe gestürzt sei, sagte Mingma Sherpa von «Seven Summits Trecks» gegenüber der sda. Die Firma hatte Stecks jüngste Expedition im Himalaya mitorganisiert. Sechs Rettungskräfte haben den toten Körper Stecks entdeckt, schreibt «Himalyan Times». Der Bergsteiger ist offenbar von einem vereisten Hang gestürzt.

Steck sei um ungefähr 10 Uhr am Sonntagmorgen verunglückt, sagte Mingma Sherpa weiter. Seine Leiche sollte im Laufe des Tages in die Hauptstadt Kathmandu gebracht werden. Er und sein Team seien sehr traurig über den Verlust eines «ausgezeichneten Bergsteigers und sehr netten Menschen», sagte er.

Steck befand sich seit Anfang April zu einer neuen Extrem-Expedition beim Mount Everest. Er wollte den höchsten Berg der Welt (8848 Meter über Meer) besteigen und von dort so rasch wie möglich zum daneben gelegenen Lhotse (8511 Meter über Meer) weiter gehen. Die Tour wollte er innerhalb von 48 Stunden und ohne Sauerstoffflasche absolvieren.

Am 26. April postete Steck auf Facebook ein Bild seiner momentanen Tour. «Ein kurzer Ausflug auf 7000 Meter und wieder zurück. Ich liebe das, es ist ein so schöner Ort hier. Ich glaube immer noch an aktive Aklimatisation.»

Unter dem Facebookpost kondolieren nun viele Bergsteigerinnen und Bergsteiger, sowie Fans von Ueli Steck. «Du warst eine Inspiration für mich und der Grund, warum ich mit Bergsteigen begonnen habe», schreibt zum Beispiel ein User. «Erklimme die Wolken so wie die Berge», schreibt eine Deutsche.

(sda/red)


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