Fährverkehr in Griechenland stockt – weitere Streiks angekündigt

Ein Fährmann raucht vor stillstehenden Fähren im Hafen von Piräus. Die griechischen Seeleute protestieren mit dem Streik gegen die Kürzung ihrer Renten
Ein Fährmann raucht vor stillstehenden Fähren im Hafen von Piräus. Die griechischen Seeleute protestieren mit dem Streik gegen die Kürzung ihrer Renten © /EPA ANA-MPA/YANNIS KOLESIDIS
Ein Streik der Seeleute gegen die Kürzung ihrer Renten hat am Dienstag zu erheblichen Problemen im Fährverkehr in Griechenland geführt. Am zweiten Tag des Ausstandes verkehrten nach Angaben der Küstenwache nur wenige Fähren zwischen den Inseln des Landes.

Zahlreiche Inseln, die keinen Flughafen haben, blieben von der Aussenwelt abgeschnitten. Der Streik hatte am Montag begonnen und soll bis zum Mittwochmorgen (06.00 Uhr Ortszeit/05.00 MEZ) dauern.

Am Dienstagabend (zwischen 21.00 Uhr Ortszeit bis zum Schichtende um Mitternacht) sollte auch der Schienenverkehr in der Hauptstadt Athen ruhen. Die Beschäftigten der Athener Metro, der Strassenbahn und der Stadtbahn wollten damit unter anderem gegen eine geplante Fusion ihrer Bahnen unter einem Betreiber protestieren.

Aus Wut über die Nichtbesetzung zahlreicher Planstellen in griechischen Schulen waren am Montag bereits Lehrer und Schüler gemeinsam auf die Strassen Athens gegangen. Der Staat stelle wegen des Sparprogramm kaum noch Lehrer ein, es gebe “Tausende Lücken”, kritisierte die Gewerkschaft der Gymnasiallehrer (OLME).

Am Mittwoch wollen Seniorenverbände gegen Rentenkürzungen in Athen demonstrieren. Für den 12. November sind umfangreiche Streiks der wichtigsten Gewerkschaften des privaten und staatlichen Sektors geplant. Dann soll das griechische Parlament weitere Sparmassnahmen billigen.

(SDA)


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