Fake-Klassiker: «Blitzer im Leitpfosten»

Strassenpfösten sind keine Blitzer - auch nicht im Ausland.
Strassenpfösten sind keine Blitzer - auch nicht im Ausland. © Screenshot Facebook U.Egger
Eine Horrorvorstellung für so manchen Autofahrer: Ein Blitzer im Leitpfosten versteckt. Vielleicht ist das der Grund, weshalb das Bild seit fast vier Jahren auf Facebook geteilt wird – doch mit der Realität hat es nichts zu tun.

Der Leitpfosten-Blitzer gilt mittlerweile als Fake-Klassiker und taucht immer wieder in den Sozialen Medien auf. Auch das Aufklärungsportal «Mimikama.at» hat schon mehrmals darüber geschrieben, zum ersten Mal im Jahr 2014. Mit Tatsachen hat dieser Blitzer-Post allerdings rein gar nichts zu tun. Doch zurzeit teilen ihn wieder User im FM1-Land, scheinbar ohne den Fake-Hintergrund zu kennen.

«Dieses Bild sehen wir immer wieder», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen. «Doch das ist ganz klar Fake.» Die Polizei versteckt die klobigen grauen Radarkästen nicht, sie sind relativ gut sichtbar, sobald man sie passiert oder wenn es halt blitzt.

In Deutschland werden solche Leitpfosten tatsächlich zum Teil zur Verkehrsüberwachung eingesetzt. Sie zählen die Fahrzeuge und messen die Geschwindigkeit, haben aber keine Kamera und werden auch nicht von der Polizei eingesetzt. «Hier in der Schweiz ähneln diese Geräte eher Vogelhäuschen», sagt Krüsi. «Doch auch diese werden zum Teil fälschlicherweise für Blitzer gehalten.»

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