Fall Adeline – Prozessauftakt in Genf

Unter der Beobachtung der Polizei betreten die Besucher das Gericht in Genf.
Unter der Beobachtung der Polizei betreten die Besucher das Gericht in Genf. © (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)
Der brutale Mord an Adelline M. hat im September 2013 die Schweiz erschüttert. Der mutmassliche Täter Fabrice A. steht seit Montag vor Gericht.

Der 42-jährige Frankoschweizer Fabrice A. sass vor dem Mord wegen zwei Vergewaltigungen in einem Genfer Gefängnis eine 20 Jahre dauernde Haftstrafe ab. Er wurde allerdings auf seine Resozialisierung vorbereitet und brachte während eines Freigangs die 34-jährige Adeline M. um. Er schnitt der Mutter einer acht Monate alten Tochter die Kehle durch.

Danach floh er nach Polen, wo er einen weiteren brutalen Mord plante, drei Tage nach der Tat wurde er an der deutsch-polnischen Grenze verhaftet. Fabrice A. muss sich vor Gericht nebst Mord für sexuelle Nötigung und Freiheitsberaubung verantworten. Möglicherweise wird die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Verwahrung fordern.

Der Prozess in Genf dauert voraussichtlich zwei Wochen.

(agm)


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