Fasnächtler mögen keine Vorschriften

Fasnacht - eine Zeit, bei der sich nicht alle gern an Regeln halten.
Fasnacht - eine Zeit, bei der sich nicht alle gern an Regeln halten. © Hanspeter Schiess/Tagblatt (Symbolbild)
Eingefleischte Fasnächtler bauen jetzt schon an ihrem grossen Auftritt für den Februar. Doch nach Schlägereien und übergrossen Wagen während der letzten Fasnacht haben viele Gemeinden die Regeln für die Fasnachtsumzüge verschärft.

Viele Fasnächtler und vor allem Wagengruppen im Rheintal finden die neuen Regeln übertrieben, wie sie seit August in den Social Media bekunden. Die Musik-Lautstärke wird eingeschränkt und nicht jeder Umzugswagen darf Getränke ausschenken. Diese und noch weitere Regeln gelten in den fünf Unterrheintaler Gemeinden Altstätten, Oberriet, Kriessern, Diepoldsau und Rebstein.

Wagen wurden immer grösser

In erster Linie geht dabei um die Sicherheit: «In letzten Jahren sind die Umzüge und auch Wagen immer grösser geworden. Die neuen Regeln wurden nicht einfach so geschaffen, sondern aufgrund von Vorfällen», sagt Kathrin Keel, Präsidentin der Rebsteiner Fasnacht.

In schlechter Erinnerung bleibt zum Beispiel die Schlägerei in Oberriet im März dieses Jahres. Drei Personen wurden dabei verletzt.

Getränke finanzieren den Bau

Deshalb haben auch die Gemeinden Oberriet, Schaan, Vaduz und Gams härtere Regeln eingeführt. «Trotzdem ist die Lust auf die Fasnacht gross», sagt Peter Vetsch, Mitorganisator der Gamser Fasnacht.

Auch wenn sie die Änderungen der Regeln zum Teil begrüssen, verstehen die «Partywölfe Rheintal» den Ärger der Wagenbauer. «Viele haben ihren Wagen mit dem Verkauf der Getränke finanziert», sagt Vereinspräsident Marco Castiglioni.

Hier geht es zum TVO-Bericht:


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