FC Basel mit Chance auf den nächsten Rekord

Blickt dem nächsten Rekord entgegen: Basels Trainer Urs Fischer
Blickt dem nächsten Rekord entgegen: Basels Trainer Urs Fischer © KEYSTONE/URS FLUEELER
Bereits jetzt steht fest, dass der FC Basel das erste Meisterschaftsviertel mit gewaltigem Vorsprung als Leader abschliessen wird. Im Spiel am Samstagabend gegen den FC St.Gallen könnte der FCB einen Rekord erreichen, der FCSG hingegen hat eine Serie zu verteidigen.

2003, im ersten Jahr der Super League, führte der FCB die Rangliste nach neun Spielen mit neun Punkten Abstand auf die Young Boys an. Gewinnt der Meister der vergangenen sieben Saisons am Samstagabend auch in St. Gallen (Anpfiff 20.00 Uhr), würde er zwei Fliegen auf einen Streich schlagen: Er würde die Marke des Vorjahres mit Trainer Urs Fischer überbieten (acht Siege in Folge) und er würde das zweite Viertel mit Rekordvorsprung in Angriff nehmen.

Der FC St.Gallen will es dem FCB aber nicht ganz leicht machen, dies zu erreichen. Immerhin haben auch die St.Galler eine Serie zu verteidigen. Seit 1996 hat der FCSG zuhause an einem Samstag nicht mehr gegen den FCB verloren.

Trainer Joe Zinnbauer weiss nicht erst seit diesem heftigen Resultat um die rot-blaue Gefahr. «Wenn sie einmal ins Rollen kommen, sind sie in der Schweiz von niemandem zu stoppen.» Deshalb will der FCSG, der inklusive Cup drei seiner letzten vier Spiele gewonnen hat, seine Passqualität verbessern und dicht stehen.

Fischer ist solcher Zahlenspiele leid. «Die Tabelle ist eine Momentaufnahme», pflegt der Zürcher Coach zu sagen. Er wiederholte dies auch vor dem Auftritt in St. Gallen. Der Konkurrenz im eigenen Land ist der FCB schon vor Jahren entrückt. Der Gegner vom Samstag ist aus einem anderen Grund gewarnt: Am 17. April 2016 hat St. Gallen mit einer defensiven Ein- und Aufstellung beim 0:7 die höchste Heimniederlage seit fast 42 Jahren kassiert. Die «Neue Zürcher Zeitung» schrieb damals von «überforderten Angsthasen».

In der zweiten Partie vom Samstag spielt bereits ab 17.45 Uhr Luzern gegen Lausanne-Sport. Luzerns Trainer Markus Babbel zeigt sich von den bisherigen Auftritten des Aufsteiger angetan. «Es hat Spass gemacht, ihnen zuzuschauen. Sie spielen nach vorne.»

Das liegt den seit drei Partien sieglosen Luzernern eher als jene Gegner, die sich auf die Defensive konzentrieren. Zuletzt hatte Lausanne den FC Basel an den Rand des ersten Punktverlusts dieser Saison gedrängt, ehe Eder Balanta in der 93. Minute doch noch das 2:1 für den klaren Leader erzielte.

(SDA/red)


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