FC-Präsident stürmt das Feld – mit Knarre

Der russisch-griechische Unternehmer Iwan Savvidis geht bewaffnet zum Schiedsrichter.
Der russisch-griechische Unternehmer Iwan Savvidis geht bewaffnet zum Schiedsrichter. © twitter/hellas_football
Bizarre Szene beim Spitzenspiel in Griechenland: Nach einer Abseits-Szene wird auf dem Spielfeld wild mit dem Schiedsrichter diskutiert. Bis es dem Vereinspräsidenten reicht: Mit einer Schusswaffe am Gürtel läuft er auf den Schiedsrichter los.

In der Griechischen Loga kam es am Sonntagabend zum Eklat. Wegen einer Abseits-Szene in der 89. Minute zwischen AEK Athen und PAOK Saloniki bricht Chaos auf dem Spielfeld aus. Ein Tor von Thessaloniki, beim Stand von 0:0 wurde nicht gegeben. Auf dem Platz kam es zu einem Gerangel, bis schliesslich der Vereinspräsident Iwan Savvidis mit seinen Bodyguards aufs Feld stürmte und den Schiedsrichter bedrohte. An seinem Gürtel trug der Club-Besitzer eine Schusswaffe.

 

Die Schiedsrichter flüchteten in die Kabinen. Stunden nach dem Abbruch des Spiels haben die Schiedsrichter ihre Meinung offenbar geändert. Sie sollen den Kapitänen der Teams in den Katakomben erklärt haben, dass das Tor doch zähle. Die ausstehenden Spielminuten wurden aber nicht mehr gespielt. Die Mannschaft aus Athen weigerte sich auf das Feld zurückzukehren.

«Deutliche Massnahmen» gegen den Verein

Der Fall macht nun international Schlagzeilen und wird vor dem griechischen Sportgericht geklärt werden müssen. Sportminister Georgios Vassiliadis verlautbarte am Montag, dass in Absprache mit der UEFA nun «deutliche Massnahmen» folgen würden. Das griechische Staatsfernsehen ERT berichtete, dass die Meisterschaft vorerst unterbrochen werden könnte.

Nicht der erste Vorfall

Im Stadion von Saloniki, wo die Schweiz am Freitag nächster Woche ein Testspiel gegen Griechenland absolviert, war bereits die Partie gegen Olympiakos Piräus am 25. Februar von Gewalt überschattet worden. Damals war Oscar Garcia, der Trainer der Gäste, kurz vor Spielbeginn von einer Papierrolle einer Registrierkasse am Kopf getroffen worden. Das Spiel fand nicht statt und wurde inzwischen mit 3:0 für Olympiakos gewertet. Ursprünglich wurde PAOK auch mit Geisterspielen und einem Punkteabzug belegt, dies wurde aber mittlerweile wieder zurückgenommen.

Vor dem Spiel führte AEK Athen die Tabelle mit zwei Zählern Vorsprung vor PAOK an.

(red/SDA)


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