FC Wil schliesst erste neue Spielerverträge ab

Der FC Wil in der Krise
Der FC Wil in der Krise © Keystone/Walter Bieri
Der FC Wil steht seit dem Absprung des türkischen Investors Mehmet Nazif Günal vor einer ungewissen Zukunft. Dennoch will man beim Challenge-League-Club nicht aufgeben und versucht, mit allen 70 Mitarbeitern neue Verträge mit tieferen Gehältern auszuhandeln. Mit rund zehn Spielern hat sich der Verein bereits einigen können.

Bereits an der Medienkonferenz am vergangenen Mittwoch, gab der FC Wil bekannt, dass er nun per sofort sparen wolle und, dass mit allen Mitarbeitern bereits Gespräche geführt wurden. «Wir werden jetzt möglichst rasch mit den Spielern über mögliche Salärreduktionen sprechen», sagte Präsident Roger Bigger. «Das Gelingen der Sanierungsaktion hängt von den Spielern ab.»

Einigungen mit rund zehn Spielern

Inzwischen soll sich der Verein bereits mit einigen seiner 70 Mitarbeitern geeinigt haben. Darunter seien auch rund zehn Spieler, wie Patrick Bitzer, Sprecher der FC Wil, gegenüber dem Tagblatt sagt. Es sei mit weiteren Einigungen zu rechnen.

Damit ist laut Bitzer auch klar, dass das Spiel gegen den FC Zürich in einer Woche stattfinden werde. Einzig ein Spielerstreik könne die Partie noch gefährden. Dafür gebe es jedoch keine Anzeichen.

Auch das Nachwuchsprojekt Future Champs Ostschweiz sei nicht gefährdet, wie FC-St.Gallen-Präsident Dölf Früh sagt. Es könne auch ohne den FC Wil weitergeführt werden. Früh hofft jedoch, dass es gelingt, den FC Wil zu retten.

Streit mit der Stadt Wil, Klage der Liga

Während es dem Verein gelungen ist, sich mit einigen Spielern bereits zu einigen, das Spiel gegen den FC Zürich sowie das Nachwuchsprojekt zu sichern, sind andere Fragen noch immer ungeklärt. So verschärft sich etwa der Streit mit der Stadt Wil. Der Verein wirft der Stadt vor,  dass sie die Planung des Stadionausbaus verschleppt und so die türkischen Investoren womöglich vergrault habe. Die Behörden weisen diese Vorwürfe zurück. Darüber hinaus steht auch eine Klage der Liga an.

(red.)


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