FCSG-Schneehasen entzaubern Leader Basel

Yannis Tafer, links, und Danijel Aleksic von St. Gallen, jubeln nach Tafers Tor zum 2-1,im Fussball Super League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Basel.
Yannis Tafer, links, und Danijel Aleksic von St. Gallen, jubeln nach Tafers Tor zum 2-1,im Fussball Super League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Basel. © (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Dritter Sieg in Serie – und das ausgerechnet gegen Branchenprimus Basel. Die Ostschweizer zeigten sich in der AFG Arena von ihrer ganz kämpferischen Seiten und verdienten sich damit Bestnoten. Hier geht es zu der Spielerbewertung.

Tor:

Daniel Lopar. Note: 5,5. Wahnsinn, weltklasse, schlicht phänomenal – einmal mehr eine fantastische Leistung des St. Galler Schlussmannes. Hatte in der Startphase eine kleine Unsicherheit, hielt dann aber den Sieg mit teils verrückten Paraden sicher in seinen Händen fest; unglaublicher “Doppelsave” gegen Zuffi und Bjarnason in der Schlussphase.

 

Verteidigung:

Mickaël Facchinetti: Note 4,5. Lauf- und zweikampfstark, leistete – wie gewohnt – ein grosses Laufpensum ab. War offensiv aktiver als Kollege Hefti auf dem anderen Flügel. Das darf man von ihm aber auch erwarten.

Martin Angha: Note 5,0. Abräumer und Kopfballmonster. Bei ihm bissen sich die Basler Stürmer gleich reihenweise die Zähne aus.

Roy Gelmi: Note 4,5. Hatte das eine oder andere Mal etwas Mühe und musste unkonventionell klären, was eigentlich immer gut ging. Das “geigt” mit dem jungen St. Galler Captain.

Silvan Hefti: Note 4,0. Solche Spiele sind für ihn die beste Ausbildung. Der 18-Jährige fand sich auf dem Rasen mehrheitlich gut zurecht und tastet sich peut-à-peut an die Super-League-Elite heran.

 

Mittelfeld:

Yannis Tafer: Note 5,5. Doppeltorschütze und Matchwinner in einem. Ganz klar der gefährlichste und ballsicherste St. Galler auf dem Rasen, verbreitete endlich mal wieder seine zuletzt so sehr vermisste Kreativität und Torgefahr.

Danijel Aleksic: Note 4,5. Er hatte schon bessere Auftritte im St. Galler Trikot. Trotzdem: Der Serbe leitete manch eine gute Aktion mit seiner Spielübersicht ein.

Mario Mutsch: Note 5,0. So bereitet uns der Luxemburger Freude. War der verlängerte Arm von Trainer Zinnbauer auf dem Rasen, hielt die Mannschaft zusammen und bereitete den Siegtreffer mit einem fulminanten Pässchen vor.

Geoffrey Tréand: Note 4,5. Auch er überzeugt heute. Spielentscheidend war er zwar nicht, hatte seinen Fuss aber das eine oder andere Mal im Spiel. Engagiert wie eigentlich immer.

 

Sturm:

Dzengis Cavusevic: Note 4,5. Wirkt oftmals unbeholfen und zaghaft vor dem gegnerischen Tor. Was der Mann fightet, ist aber mustergültig. Schafft Freiräume, beschäftigt die Abwehr und – das darf man trotz “Stolperi”-Attitüde nicht vergessen – leitete das Tor zum 1:1 ein.

Edgar Salli: Note 5,0. Das personifizierte Duracell-Männchen in  grün-weissen Trikot. Läuft und läuft und läuft und läuft. Mit seiner Geschwindigkeit ist er ein Albtraum für jeden hüftsteifen Abwehrspieler.

 

FM1Today-Teamschnitt (Durchschnitt aller elf Stammspieler): 4,8

Fazit: Eine tolle Kollektiv-Leistung ermöglicht dem FC St. Gallen den dritten Sieg in Serie. Mit Kampf liefen die Ostschweizer dem FC Basel bei garstigen Bedingungen den Rang ab. Kompromisslos und willensstark, so entzückte die Mannschaft nebst dem Publikum auch ihren Trainer Joe Zinnbauer. “Es geht, wenn man will”, freute sich dieser nach dem Spiel. Er schaut auf eine Aufwärtstendenz zurück, die noch vor ein paar Wochen eigentlich niemand erwartet hätte. Und wer weiss, vielleicht muss sich am nächsten Sonntag auch YB vor den St. Galler Schneehasen warm anziehen… (mla)


Newsletter abonnieren
1Kommentar
noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel