FCZ als Basler Meistermacher?

Die Frage ist nicht ob, sondern wann Basels Breel Embolo den neuen Meisterpokal wieder aus der Nähe zu sehen bekommt (Archivbild)
Die Frage ist nicht ob, sondern wann Basels Breel Embolo den neuen Meisterpokal wieder aus der Nähe zu sehen bekommt (Archivbild) © KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Am siebten Titelgewinn des FC Basel in Folge bestehen seit Wochen keine Zweifel mehr. Die Frage ist einzig noch: Wann wird der FCB Meister? Heute Nachmiuttag könnte es soweit sein.

Die Rechnung ist einfach: Holt Basel in Vaduz einen Punkt mehr als die Young Boys gegen den FC Zürich, so wäre nach 30 von 36 Runden im Meisterrennen alles klar. Gleichzeitig würde der FCB seinen eigenen Rekord aus der Saison 2011/12 brechen. Damals stand die Mannschaft unter Heiko Vogel nach einem 3:1 gegen Lausanne fünf Runden vor Schluss als Meister fest. Am Ende betrug der Vorsprung auf Luzern 20 Punkte. Aktuell sind es 18 auf die Young Boys. Beim Anpfiff der Partie im Fürstentum Liechtenstein um 16 Uhr wird der FC Basel bereits wissen, ob er am Sonntag Meister werden kann oder nicht. Denn bereits um 13.45 Uhr empfängt YB den FC Zürich. Vielleicht wird also ausgerechnet der Erzrivale zum “Meistermacher”.

Die Faktenlage ist eindeutig, der Formstand ist es ebenfalls. Der FC Basel zeigte in den letzten Wochen und Monaten keine Anzeichen von Schwäche. Er zog die Pace nicht zuletzt dank seines breiten Kaders durch. Seit dem 1:2 in St. Gallen am 23. November 2015 holte er aus 13 Spielen 33 Punkte, nur Thun (1:1) und der FC Zürich in einem seiner lichten Momente (2:2) trotzten dem designierten Meister.

Noch immer winkt Trainer Urs Fischer ab, wenn es um das Thema Titel geht. “Ich verschwende keinen Gedanken daran. Wir nehmen die Spiele weiterhin sehr ernst, das haben die letzten Resultate gezeigt. Für uns endet die Meisterschaft am 25. Mai, keinen Tag vorher.” Fischer beteuerte, dass seine Mannschaft keinen “Betriebsausflug nach Vaduz” mache. “Es geht bis Ende Mai noch um Punkte- und um Einsatzprämien, um Seriosität. Wir wollen keinen ‘Larifari-Betrieb’.”

Jeff Saibene, der Trainer des im 6. Rang klassierten FC Thun, orientiert sich nach den Punktverlusten in Lugano (1:2) und gegen Vaduz (2:2) nach hinten. Ein Platz in den Top 4 ist angesichts des Rückstandes von sieben Punkten auf Sion nicht mehr sehr realistisch. Stattdessen will der Luxemburger den Klassenerhalt so schnell wie möglich sicherstellen. Vor dem Auswärtsspiel in Luzern (13.45 Uhr) beträgt der Vorsprung auf Lugano sieben Zähler, jener auf Vaduz neun. Saibene wirkte nach einigen strittigen Entscheiden gegen sein Team in den letzten Wochen angesäuert und etwas nervös.

(SDA)


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