Feinstaub erhöht laut Studie Sterberisiko durch Krebs deutlich

Gesundheitsgefährdender Smog über Hongkong (Archiv)
Gesundheitsgefährdender Smog über Hongkong (Archiv) © KEYSTONE/EPA/PAUL HILTON
Ältere Menschen, die dauerhaft einer hohen Feinstaubbelastung ausgesetzt sind, haben einer Studie zufolge ein deutlich erhöhtes Sterberisiko für verschiedene Krebsarten. Dies ergab die Untersuchung der Todesursachen von Zehntausenden Menschen in Hongkong.

Die Studie mache deutlich, dass Feinstaub in Grossstädten weltweit “so viel und so schnell wie möglich reduziert werden muss”, sagte Mitautor Neil Thomas von der britischen Universität Birmingham. Die Untersuchung des internationalen Forscherteams erstreckte sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren.

Das Ergebnis: Bei einer um 10 Mikrogramm erhöhten Konzentration von Feinstaub pro Kubikmeter Luft erhöhte sich das Risiko, an Krebs im oberen Verdauungstrakt zu sterben, um 42 Prozent. Das Sterberisiko durch Krebs an der Leber, Pankreas oder Gallenblase stieg demnach um 35 Prozent.

Bei Frauen nahm das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, sogar um 80 Prozent zu, wie die Forscher berichteten. Die Experten aus Hongkong und Grossbritannien veröffentlichten ihre Studie im Journal “Cancer Epidemiology, Biomarkers and Prevention”.

Als Feinstaub werden winzige Partikel bezeichnet, die eine gewisse Zeit in der Luft schweben. Ursprung der Schadstoff-Teilchen können etwa Dieselruss, Reifenabrieb oder Abgase von Industrie-, Kraftwerks- oder Heizungsanlagen sein.

Je nach Grösse und Eindringtiefe der Teilchen sind die gesundheitlichen Wirkungen von Feinstaub nach Angaben des Umweltbundesamtes verschieden. Als besonders gefährlich gelten ultrafeine Teilchen mit weniger als 2,5 Mikrometern Durchmesser (PM2,5), die sich tief in den Bronchien und Lungenbläschen festsetzen oder sogar ins Blut übergehen können.

(SDA)


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