Felssturz schneidet das Calancatal von der Umgebung ab

Das südbündnerische Calancatal war schon 2007 durch einen Felssturz bei Arvigo von der Umgebung abgeschnitten worden. (Archiv)
Das südbündnerische Calancatal war schon 2007 durch einen Felssturz bei Arvigo von der Umgebung abgeschnitten worden. (Archiv) © KEYSTONE/KARL MATHIS
Das wegen eines Felssturzes seit Montagabend von der Aussenwelt abgeschnittene Calancatal in Südbünden soll voraussichtlich ab Donnerstag wieder mit Fahrzeugen erreichbar sein. Das kantonale Tiefbauamt will bis dann eine provisorische Umfahrungsstrasse erstellen.

Eine unmittelbare Gefahr von weiteren Felsabbrüchen bestehe gemäss der Einschätzung von zwei Geologen nicht, sagte Roman Rüegg, Polizeisprecher der Kantonspolizei Graubünden am Dienstagnachmittag auf Anfrage. Die drei aus einem Wohnhaus unterhalb des Felssturzes evakuierten Personen konnten bereits wieder zurückkehren. Erste Räumungsarbeiten sind in Gang.

Die Polizei hat weiterhin keine Hinweise auf verschüttete Menschen oder Fahrzeuge. Eine mehrstündige Suche mit zwei Spürhunden verlief vorerst ergebnislos. Auch gingen bei der Polizei keine Vermisstmeldungen ein.

Die Felsmassen hatten die Calancastrasse zwischen Molina di Buseno und Arvigo auf einer Länge von 150 bis 200 Metern verschüttet. Das Geröll häuft sich bis zu vier Meter hoch.

Die Calancastrasse ist vollständig blockiert. Da keine Ausweichrouten vorhanden sind, sind rund zwei Drittel des Tales derzeit mit Fahrzeugen nicht erreichbar. Betroffen sind einige hundert Menschen.

(SDA)


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