Ferkel-Quäler verurteilt

Seit 2010 ist die Ferkel-Kastration ohne Narkose oder Schmerzmittel verboten
Seit 2010 ist die Ferkel-Kastration ohne Narkose oder Schmerzmittel verboten © (KEYSTONE/Martin Ruetschi)
Das Bezirksgericht Weinfelden hat einen 48-jährigen Bauer aus Neukirch an der Thur wegen mehrfacher Tierquälerei schuldig gesprochen. Der Wiederholungstäter hatte 3400 Ferkel ohne Narkose kastriert.

Der Landwirt bestritt die ihm vorgeworfenen Taten nicht. Einsichtig, etwas Falsches getan zu haben, war er aber nicht. Dafür kritisierte ihn das Bezirksgericht Weinfelden. Die Richterin zeigte sich ob der Taten und wegen der Uneinsichtigkeit schockiert.

In allen Punkten schuldig

Das Gericht sprach den Landwirt in allen Punkten für schuldig, unter anderem wegen mehrfacher Tierquälerei. Er hat zwischen 2010 und 2014 3400 Ferkel ohne Schmerzmittel kastriert.
Der 48-Jährige ist ein Wiederholungstäter. 2012 war er schon einmal wegen Tierquälerei verurteilt worden.

Gericht verschärft Strafmass

Die Richterin ging über das vom Staatsanwalt geforderte Strafmass hinaus. Der Landwirt wurde zu einer unbedingten Geldstrafe von 240 Tagessätzen à 210 Franken verurteilt. Gefordert war eine teilbedingte Strafe von 240 Tagessätzen à 220 Franken.

Hinzukommen eine Busse sowie die Gerichtskosten. Zusätzlich ist die 2012 bedingt ausgesprochene Strafe fällig. Insgesamt muss der verurteilte Landwirt rund 80’000 Franken bezahlen.

(red)


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