Feuerberge vertreiben den Winter

Am traditionellen Funkensonntag wird der Winter vertrieben. (Symbolbild)
Am traditionellen Funkensonntag wird der Winter vertrieben. (Symbolbild) © Keystone/Ennio Leanza
Der alljährliche Funkensonntag steht vor der Tür. In Appenzell beispielsweise versammelt sich Kind und Kegel, um den Winter zu vertreiben. Ein Muss für jeden Pyromanen. 

Jeweils am dritten Sonntag vor Ostern kommt es in Appenzell und Umgebung sowie anderen Orten in der Ostschweiz zum grossen Feuerwerk. Meterhohe Holzstösse ragen in die Höhe und werden schliesslich angezündet. Der Brauch dient dazu, den Winter zu vertreiben und den Frühling einzuläuten. Was dieses Jahr bei dem plötzlichen Wintereinbruch nicht einfach scheint. Aber die Wintervertreiber trotzen dem Wetter: Laut der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden finden die Feuerwerke trotz Schneefall statt, Absagen hätten sie bisher noch nicht erhalen.

“Funkenbaabe” wird verbrannt

Die Funkenbaabe, die zu oberst auf den Scheiterhaufen kommt, symbolisiert den Winter. Ihr wird mit dem Feuer nun der Garaus gemacht. Der Funkensonntag findet im Ried statt. Einwohnern dürfte er bekannt sein, denn dort befindet sich das Gasthaus Feuerberg. Genau genommen wird bereits am Samstag der kleine, am Sonntag der grosse Funken verbrannt.

Kinder dürfen rauchen

Etwas umstritten ist die Rauch-Tradition, die den Kindern das Rauchen gestattet. So kann es etwas schräg wirken, wenn man zum ersten Mal rauchende Bubis sieht. In der Regel ist es jedoch der einzige Tag, an dem Kinder rauchend anzutreffen sind.

(red)


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