Fifa nimmt Beckenbauer ins Visier

Fifa nimmt Beckenbauer ins Visier
© Franz Beckenbauer im Vorfeld der WM 2006. (KEYSTONE/DPA/Bernd Settnik)
Die Fifa hat offizielle Ermittlungen gegen “Kaiser” Franz Beckenbauer aufgenommen. Die Ethikkommission des Weltfussballverbandes soll seine Mitwirkung bei den umstrittenen WM-Vergaben an Russland und Katar genauer unter die Lupe nehmen.

Vor fünf Jahren hat der Weltfussballverband die Weltmeisterschaft 2018 und 2022 in Russland und Katar gemeinsam vergeben. In Kraft und Würden war damals auch Franz Beckenbauer. Seine Rolle bei der umstrittenen Vergabe will die Fifa nun abgeklärt haben.

Für die beiden Endrunden-Turniere besteht Manipulationsverdacht. Schon im letzten Jahr hat Beckenbauer Post von der Fifa erhalten: In einem Brief in englischer Sprache hätte er seine Position darlegen sollen. Auf dieses Schreiben trat der “Kaiser” allerdings nicht ein, weil er ihn wegen Sprachproblemen nicht komplett verstanden hatte und kein Exemplar auf Deutsch erhielt.

In der Folge wurde Beckenbauer von der Fifa zunächst für 90 Tage gesperrt. Danach wurde diese zwar aufgehoben, hinter den Kulissen liefen die Nachforschungen jedoch weiter. Jetzt macht der Weltfussballverband sein offizielles Ermittlungsverfahren publik.

Neben Beckenbauer wurde zudem ein Verfahren gegen den spanischen Fussballfunktionär Angel Maria Villar Llona sowie Worawi Makudi, Jeffrey Webb, Ricardo Teixeira, Amos Adamu, Eugenio Figueredo und Nicolás Leoz eingeleitet. (red)


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