FIFA-Präsident Gianni Infantino positioniert sich

Der Schweizer FIFA-Präsident Gianni Infantino positioniert sich: mehr als Botschafter, ein Leader
Der Schweizer FIFA-Präsident Gianni Infantino positioniert sich: mehr als Botschafter, ein Leader © KEYSTONE/AP/MICHAEL PROBST
40 Stunden nach seinem FIFA-Wahlsieg spricht Gianni Infantino mit der Nachrichtenagentur sda über Emotionen, die weltweiten Reaktionen und seine Position der Stärke. “Viele Leute setzen auf mich.”

Er habe den Aufstieg an die Spitze der FIFA noch immer nicht richtig realisiert. Den Moment des Entscheids hat Infantino als Augenblick der grossen Emotionen in Erinnerung. Danach folgten “tausende Reaktionen, riesige Komplimente”.

Seiner weltumspannenden (Sport-)Verantwortung sei er sich bewusst: “Viele Leute setzen auf mich, um dem Fussball eine neue Ära zu bringen.” Das gute Wahlergebnis bringe den Vorteil mit sich, intern in Ruhe arbeiten zu können. Den Erfolg seiner Kampagne erklärt er sich mit seiner Art und Weise, Inhalte vermitteln zu können: “Das Herz, die Emotionen, das Feeling, die Chemie stimmten. So wird man gewählt.”

In der Lobby des neuen FIFA-Museums gewährt der künftige Schweizer Hoffnungsträger des Weltverbands auch einen kurzen Einblick in seine Agenda der nächsten Monate: “Es geht jetzt natürlich vor allem mal darum, die Reformen zu implementieren.”

Auf welchen Generalsekretär Infantino bei der Umsetzung des vom Kongress angeschobenen Prozesses setzen wird, lässt er offen: “Ich muss noch ein paar Gespräche führen.” Folgt sein Vorschlag zeitnah? “Im März haben wir ein Exekutivkomitee-Meeting, ein weiteres folgt im Mai.”

Dass er in den nächsten drei Jahren seiner ersten Amtsperiode aber selber die Hauptrolle spielen will, daran ist nicht zu zweifeln. “Ich glaube nicht, dass ich vom FIFA-Kongress gewählt worden bin, um Botschafter zu sein”, spricht der 45-jährige Walliser politischen Klartext. “Ich bin vom Kongress gewählt worden, um ein Leader zu sein.”

(SDA)


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