Filmerin Eva Vitija ärgerte sich über den filmenden Vater

Sie sieht die Welt am liebsten durch die Linse - wie schon ihr Vater: die preisgekrönte Regisseurin Eva Vitija. (Pressebild)
Sie sieht die Welt am liebsten durch die Linse - wie schon ihr Vater: die preisgekrönte Regisseurin Eva Vitija. (Pressebild) © Keystone
Die Basler Filmemacherin Eva Vitija hat einen Film mit altem Filmmaterial ihres Vaters – auch er ein Regisseur – gedreht. Dabei ärgerte sich Vitija als Teenager gewaltig über den Vater, der ständig alles mit der Kamera festhielt.

Als Kind habe sie die Filmerei als “eine Art Spiel” empfunden und extra Faxen gemacht vor der Linse. “Je älter ich wurde, desto beobachteter fühlte ich mich”, erzählte die heute 42-jährige Drehbuchautorin und Filmerin der “Coopzeitung”. Ihrem Vater habe sie das zu verstehen gegeben.

Dennoch filmte Regisseur und Radiopionier Joschy Scheidegger weiter – zum 18. Geburtstag schenkte er seiner Tochter sogar einen Film, das “Best-of meiner Kindheit”, wie Vitija in ihrem eigenen Film erzählt. “Ich fand es schade, dass er viele gemeinsame Momente nur durch das Objektiv sah und sie nicht wirklich mit uns teilte.” Heute weiss die Filmerin: “Damit versuchte er lediglich die schönen Momente des Lebens festzuhalten.”

Vitijas Debüt-Kinofilm “Das Leben drehen – Wie mein Vater versuchte, das Glück festzuhalten” gewann den diesjährigen “Prix de Soleure” der Solothurner Filmtage. Er läuft derzeit in den Deutschschweizer Kinos.

(SDA)


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