Finde heraus, wie beliebt dein Vorname ist

Von Felix Unholz
Fast so cool wie dieses Baby: Emma und Noah führten die Vornamen-Hitparade 2014 an.
Fast so cool wie dieses Baby: Emma und Noah führten die Vornamen-Hitparade 2014 an. © iStock/katrinaelena
Welcher Name ist besonders beliebt? Heute Dienstag veröffentlicht das Bundesamt für Statistik die neue Vornamen-Hitparade für Neugeborene im 2015. Erfahre schon jetzt, in welchem Jahrzehnt dein Vorname am häufigsten vorkommt.

Die NZZ hat die Verbreitung der Schweizer Vornamen von 1987 bis heute untersucht. Dabei kommt zutage: Angesagte Filme, Musik und Literatur beeinflussen die häufigsten Babynamen, aber nicht nur.

Sommerhit wird zum Vornamenhit

Der italienische Sänger Nek löste mit seinem Sommerhit Laura non c’è einen regelrechten Laura-Boom aus. Im Jahr nachdem der Song das erste Mal im Radio lief, 1999, eroberte der Vorname Laura fast die ganze Schweiz. Wie die Datenanalysen aber auch vermuten lassen, ist der Zusammenhang zwischen einem populären Film oder Song und beliebten Vornamen oft wechselseitig. So begann der Aufstieg des Vornamen Kevin schon in den 80er Jahren. Der Filmklassiker “Kevin allein zu Haus” gab ihm Anfang 90er Jahre einen weiteren Popularitätsschub. Doch Kevin sei ein “Strohfeuer” gewesen, schreibt die NZZ. Heute besetzt er nur noch Platz 85 in der Vornamen-Rangliste.

Vornamen wandern durch die Schweiz

Luca ist via Tessin in die Schweiz eingewandert. © NZZ Storytelling

Luca ist in den 90er Jahren via Tessin in die Schweiz eingewandert. © NZZ Storytelling

Nicht nur Laura ist aus Italien eingewandert, auch Luca kam via Tessin in die Schweiz und wanderte dann in die restliche Schweiz weiter. Sobald jedoch Vornamen aus der Westschweiz oder der italienischen Schweiz in der Deutschschweiz beliebt werden, nimmt deren Popularität in der Herkunftsregion häufig ab. Gut zu beobachten am Beispiel von Lea, die im Laufe der Zeit gar mehrmals den Röstigraben überquerte.

Lea war zuerst bei den Westschweizern besonders beliebt, später in der Deutschschweiz. © NZZ Storytelling

Lea war zuerst bei den Westschweizern besonders beliebt, später in der Deutschschweiz. © NZZ Storytelling

Dass ein Name in allen Ecken der Schweiz im gleichen Jahr beliebt ist, kommt nur noch selten vor. “Menschen scheinen zunehmend nach Individualität zu streben”, schreibt die NZZ. Gleichzeitig sind Vornamen wie beispielsweise Emma in den vergangenen Jahren aber auch weiter auf der ganzen Welt verbreitet – die Globalisierung lässt grüssen.

David hält sich wacker

Der Vorname David sei bei den männlichen Vornamen der “Evergreen schlechthin”. So war er von 1987 bis heute in fast jedem Jahr der beliebteste Vorname in mindestens einem Kanton.

Welche weiteren Faktoren die Beliebtheit von Vornamen mitbestimmen, liest du hier im NZZ-Artikel. Darin erfährst du auch, ob es tatsächlich stimmt, dass kürzere Vornamen beliebter sind als längere.

So beliebt ist dein eigener Vorname

Du willst wissen, auf welchem Platz in der Schweizer Babynamen-Rangliste dein Vorname ist und wann er am beliebtesten war? Das Bundesamt für Statistik hat online ein Vornamen-Tool aufgeschaltet, mit dem du es herausfinden kannst.

Wir haben es natürlich gleich selbst ausprobiert. FM1-Moderator Andreas Forster führt die interne Vornamen-Rangliste an. Mit 40’722 Neugeborenen im Zeitraum von 1902 bis 2014 ist Andreas auf Platz 7 der Gesamtschweizer Rangliste.

Auf dem letzten Platz ist FM1-Moderatorin Rosie Hörler. Es gab erst 41 Rosies in der Schweiz. Seit sie bei FM1 moderiert, bekommen aber mehr Babys ihren Namen. Zwischen 2010 und 2014 kamen 9 Rosies auf die Welt. Der Einfluss von Popstar Justin Bieber scheint aber grösser zu sein: Im zurückliegenden Jahrzehnt nahm nicht nur seine Karriere an Fahrt auf, sondern auch die Zahl der Neugeborenen mit Namen Justin verdreifachte sich im Vergleich mit den 90er Jahren auf 939 Justins.


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