Finnland bislang bärenstark

Das finnische Supertalent Patrik Laine (links) war an der WM bislang kaum zu stoppen
Das finnische Supertalent Patrik Laine (links) war an der WM bislang kaum zu stoppen © KEYSTONE/AP/DMITRI LOVETSKY
An der WM in Russland beginnt mit den Viertelfinals die entscheidende Phase. Den besten Eindruck in der Vorrunde hinterliess Finnland. Die Finnen sind nicht nur als einzige Mannschaft noch ungeschlagen, sie gaben auch keinen Punkt ab.

Zum Abschluss der Vorrunde liessen sie Titelverteidiger Kanada, der zuvor 16 Spiele in Serie an Weltmeisterschaften gewonnen hatte, keine Chance und siegten 4:0. Es war die dritte Zu-Null-Begegnung der Finnen in den letzten vier Partien. Überhaupt liessen sie bisher nur sechs Gegentore zu. Auch in der Offensive überzeugte das Team von Headcoach Kari Jalonen, der ab der kommenden Saison beim Schweizer Meister SC Bern an der Bande stehen wird, mit 29 erzielten Toren, dem drittbesten Wert. Die Finnen sind gegen Dänemark der klare Favorit. Die Dänen, die das stärkste Powerplay an diesem Turnier stellen, stehen erstmals seit 2010 in der Runde der besten acht Teams.

Russland, das den ersten WM-Titel im eigenen Land seit 1986 anstrebt, dürfte gegen Deutschland ebenfalls die Halbfinals erreichen. Die Gastgeber legten seit der 0:3-Niederlage zum Auftakt gegen Tschechien eine enorme Steigerung hin. Wie sie am Dienstagabend die Schweden (4:1) während 40 Minuten an die Wand spielten, war mehr als beeindruckend. Die Sturmlinie mit Wadim Schipatschjow, Artemi Panarin und Jewgeni Dadonow brachte es zusammen auf sagenhafte 34 Skorerpunkte. Noch kein Faktor war bisher Superstar Alexander Owetschkin, der bisher drei Partien bestritt. Auch in der Defensive präsentierten sich die Russen zuletzt sehr stabil. Die Unterstützung seitens der Fans ist ohnehin gewaltig. Werden Finnland und Russland ihrer Favoritenrolle gerecht, treffen sie im Halbfinal aufeinander. Es wäre quasi ein vorgezogener Final.

Offener präsentiert sich die Ausgangslage auf dem Papier in den beiden anderen Viertelfinals zwischen Kanada und Schweden sowie Tschechien und den USA. Allerdings hinterliessen die Schweden und die Amerikaner bislang einen zwiespältigen Eindruck.

(SDA)


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