Fische drohen zu erfrieren

Fische drohen zu erfrieren
© KEYSTONE/Georgios Kefalas
Seit über vier Monaten hat es im Thurgau nicht mehr richtig geregnet. Dies hat zur Folge, dass immer mehr Bäche austrocknen. Rund 30 Kilometer Gewässer mussten deshalb bereits abgefischt werden – kommt nicht bald der Regen, drohen die Fische zu erfrieren.

Die letzten Tage waren geprägt von viel Sonne, wenig Wolken und vor allem wenig bis gar keinem Regen. Was uns natürlich freut, ist den Fischern ein Dorn im Auge: “Die Prognosen sind schlecht, es sieht nicht aus, als komme bald der Regen”, sagt der Thurgauer Fischereiaufseher Markus Grünenfelder. Vor allem wenn sich die Temperaturen um den Gefrierpunkt bewegen habe dies prekäre Folgen: “Je weniger Wasser die Bäche im Winter haben, desto tiefer gefrieren sie, dies hat zur Folge, dass die Fische erfrieren.”

Etliche kleine Bäche sind seit mehreren Monaten trocken. So beispielsweise auch die Murg. Die Fische mussten immer wieder umgesiedelt werden. Dies bekommen auch die Fische zu spüren: “Die ständige Umsiedlung führt dazu, dass die Fische gestresst sind.” Markus Grünenfelder spricht von rund 30 Kilometer Gewässer, das abgefischt werden musste. Zum Vergleich: Im Hitzesommer 2003 waren es rund 40 Kilometer Gewässer. Was dieses Jahr allerdings speziell ins Auge sticht, ist die Dauer der Trockenheit. “Seit Juni hat es nicht mehr richtig geregnet, die Trockenheit beschäftigt uns länger als üblich.”

(red)


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