Fitnessstudio ist Rassismusvorwurf ausgesetzt

Das Fitnessstudio Kleverfit wird mit Rassismusvorwürfen konfrontiert.
Das Fitnessstudio Kleverfit wird mit Rassismusvorwürfen konfrontiert. © Screenshot Internetseite
Das St.Galler Fitnessstudio Kleverfit hat einer interessierten Neukundin eine Absage per E-Mail erteilt. Der Grund: Die Frau ist kurdischer Herkunft. Der Vorwurf, man sei rassistisch, wird jedoch vehement bestritten.

“Nach Paris und Brüssel müssen wir leider mitteilen, dass wir nur Schweizer oder wenigstens angrenzende Deutsche, Österreicher, Italiener oder Franzosen aufnehmen können”, heisst es in der E-Mail vom Fitnessstudio Kleverfit, das dem St.Galler Tagblatt vorliegt. Diese Antwort bekam eine Familie, welche ihre Mutter für einen Pilateskurs anmelden wollte.

Die Absage sei wahrscheinlich rassistisch motiviert, da sein Name ausländisch klinge, sagt der Sohn gegenüber Tagblatt Online “Wir sind nicht einmal Muslime. Aber selbst wenn – so etwas darf nicht passieren”, sagt er weiter. Die Familie überlege sich nun, ob sie Strafanzeige machen soll.

Die Verantwortlichen des Fitnessstudios können sich das E-Mail nur durch einen Hackerangriff erklären. “Eine solche Mail würden wir niemals verfassen. Menschen jeglicher Nationalitäten und Glaubensrichtungen sind bei uns willkommen”, zitiert das Tagblatt. Es werde nun das Gespräch mit der Familie gesucht. Gegenüber FM1Today sagen Kunden, dass im Studio Kleverfit auch viele Ausländer trainieren.

(red)


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