Flade steht bald allen Schülern offen

Nachdem der Kanton seinen Millionenbeitrag strich, fürchtete die Schule um ihre Existenz.
Nachdem der Kanton seinen Millionenbeitrag strich, fürchtete die Schule um ihre Existenz. © Tagblatt
Die katholische Sekundarschule Flade erhält mehr Geld von der Stadt St.Gallen. Im Gegenzug muss sich die Traditionsschule allen Schülern öffnen. Die Öffnung ist das Ergebnis langer Verhandlungen.

Es ist ein Meilenstein in der Geschichte der Flade. Ab dem Schuljahr 2019/20 steht die Schule auch Real- und Kleinklasse-Schülern offen. Dies ungeachtet von Geschlecht, sozialer und religiös-kultureller Herkunft.

Stadt muss mehr zahlen

Es ist das Ergebnis langer Verhandlungen zwischen Stadt und Schule. Nachdem dieses Jahr der Kanton seinen Zwei-Millionen-Beitrag gestrichen hatte, sprang die Stadt in die Bresche und zahlt nun jährlich 4,3 Millionen Franken statt wie bisher 2,3 Millionen.

Allerdings ist der Beitrag für die Flade nicht gratis. Die Schule muss sich im Gegenzug verpflichten, katholische Schülerinnen und Schüler nicht mehr zu bevorzugen. Alle Schüler sollen unabhängig ihres kulturellen Hintergrundes religionsneutral und bestmöglich beschult werden, schreibt die Stadt St.Gallen heute in einer Mitteilung.

Eltern müssen nicht mehr zahlen

Ein Drittel aller städtischen Sechstklässer gehen künftig in die Flade. Eltern dürfen frei wählen, ob sie ihre Kinder in die Flade oder auf eine andere Schule schicken. Übersteigt die Nachfrage das Platzangebot, entscheidet das Los.

Die Stadt trägt künftig sämtliche Schulkosten. Eltern müssen also kein Schuldgeld mehr bezahlen. Für die gesamte Oberstufe rechnet die Stadt mit Mehrkosten von drei Millionen Franken. Die katholische Kirchgemeinde wird entlastet. (red)


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