Flawil plant einen Pumptrack

Flawil plant einen Pumptrack
© Bild der Pumptrack-Anlage in Pontresina. (Gemeinde Flawil)
Auf und ab, Kurve, Sprung, Steilwand. Flawil plant den Bau einer Pumptrack-Anlage beim Oberstufenzentrum Feld. Zurzeit liegt das Baugesuch auf. Die Anlage soll im Frühling 2016 eröffnet werden.

Die Idee für den Bau eines Pumptracks stammt vom Mountainbike-Club Flawil. Nach Einreichung des Betriebs- und des Finanzierungskonzepts hat der Gemeinderat – unter Bedingungen – grünes Licht für den Bau gegeben. Doch was ist überhaupt ein Pumptrack?

Fun für Adrenalin-Freaks

Die ersten Pumptracks wurden in Australien gebaut. Zuerst waren es Trainingsanlagen für BMX-Velos, später wurden sie von Mountainbikern genutzt zum Training für die Disziplin Downhill. Track bedeutet Strecke, pump heisst ziehen, stossen. Auf einem Pumptrack wird durch Ziehen und Stossen des Fahrrads Geschwindigkeit aufgebaut, ohne dabei in die Pedale zu treten. Der Kurs besteht aus einer zirka zwei Meter breiten Piste mit vielen Steilwandkurven und Wellen. Pumptrackanlagen gibt es in der Schweiz mehrere, so in Zürich, Bern, Chur und Pontresina. Nun ist Flawil an der Reihe.

Pumptracks können von diversen Zweirädern, aber auch von anderen rollenden Freizeitgeräten genutzt werden. Nicht nur von Jugendlichen, sondern auch von Kindern und Erwachsenen. Gemeinderat Eddie Frei, Bereichsvorsteher Kultur, Freizeit, Sport findet diese Anlage nicht nur cool, sondern auch sinnvoll: “Ein Pumptrack ist Fun, aber nicht nur. Auf der Anlage kann die Bewegungskoordination von Kindern und Jugendlichen gefördert werden. Die Beherrschung des Fahrrads wird trainiert, was auch zu mehr Sicherheit im Strassenverkehr beiträgt.” Schulen und Vereine können die Anlage zur Ergänzung ihres Angebots nutzen.

Anlage kostet 200’000 Franken

Die Flawiler Pumptrackanlage soll östlich des Trakts 4 des Oberstufenzentrums Feld auf Land der Gemeinde erstellt werden. Die Baukosten betragen rund 200‘000 Franken und werden durch die Eduard Grüninger-Stiftung finanziert. Die jährlich wiederkehrenden Kosten für den Unterhalt werden von der Gemeinde getragen.

Der Pumptrack ist eine öffentliche Anlage, also für jedermann und jedefrau jeden Alters zugänglich und gratis nutzbar. Man muss nicht Mitglied eines Clubs sein. Die Bahn kann nicht reserviert werden, auch nicht von der Schule oder vom Mountainbike-Club. Auf dem Pumptrack gilt Helmtragepflicht. Die Benutzung erfolgt auf eigene Gefahr. Die Anlage darf nur bei Tageslicht genutzt werden, bei Eindämmerung ist Schluss. Grundsätzlich gelten folgende Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 9 – 21 Uhr und Sonntag von 10 – 20 Uhr. Es werden keine sanitären Anlagen erstellt. Es ist vorgesehen, dass die Anlage in den regelmässigen nächtlichen Patrouillen der Securitas integriert wird.

Für den regelmässigen Unterhalt der Anlage ist die Gemeinde zuständig. Diese Arbeiten werden jedoch nur in der Saison, zwischen Anfang April und Ende Oktober ausgeführt. Zusätzlich führen die Mitglieder des Mountainbike-Clubs Flawil zweimal pro Jahr einen Unterhaltstag durch. Einmal im Frühling, um die Anlage für die neue Saison in Schuss zu bringen, und einmal im Sommer, um sie für die zweite Saisonhälfte aufzufrischen.

Zurzeit liegt das Baugesuch für die Pumptrackanlage öffentlich auf. Die Anwohner sind bereits früher umfassend informiert worden. Der Terminplan sieht vor, die Anlage in den Frühlingsferien 2016 zu erstellen. Dabei arbeitet die Gemeinde mit der Bündner Firma Velosolutions zusammen. Diese hat bereits mehrere solcher Anlagen im In- und Ausland realisiert, so auch in Thailand oder New York City. Die Anlage wird nach den Standards der bfu, der Beratungsstelle für Unfallverhütung, erstellt. (red)

Was einem Pumptrack abgeht, zeigt dieses Video von der Anlage in Zürich:


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen