“Flüchtlinge nehmen uns aus wie eine Weihnachtsgans”

Dies die Mitglieder der PNOS-Ostschweiz. In der Mitte Robin Keller.
Dies die Mitglieder der PNOS-Ostschweiz. In der Mitte Robin Keller. © Homepage PNOS
Rund ein Dutzend rechtsextreme Aktivisten haben die PNOS Ostschweiz gegründet, die Partei National Orientierter Schweizer. Damit setzten sie sich für den Nationalstolz ein und verurteilen andere Kulturen. Andere Parteien sprechen von einer “Katastrophe”.

“Heute muss man sich fast schämen und hinter der eigenen Haustüre verstecken, um sagen zu dürfen, dass wir unser eigenes Land lieben”, schreibt die PNOS Ostschweiz auf ihrer Homepage. Der Nationalstolz werde von den Staatsoberhäuptern unterdrückt. Alle sagen sie würden für das Volk arbeiten, dabei gehe es ihnen nur um die Wirtschaft, sagt Robin Keller, der Chef der neu gegründeten Sektion gegenüber 20 Minuten.

Die PNOS kritisiert die multikulturelle Gesellschaft: “Wir müssen tatenlos dabei zusehen, wie tausende Flüchtlinge in unser Land aufgenommen werden und von unserer Regierung mit Handkuss begrüsst werden. Sie nehmen unser Volk wie eine Weihnachtsgans aus und werden von niemandem dabei gestoppt. Sie bringen uns Krankheiten und geniessen hier dafür die beste medizinische Versorgung.”

Diese radikale Einstellung dürfte kaum erfolgreich sein in der Ostschweiz, sagt der Präsident der St. Galler SVP, Herbert Huser: “Sie werden Mühe haben, sich hier durchzusetzen. Wer hierzulande als liberal-konservativer Politiker Erfolg haben will, wird zur SVP kommen.”

Der Co-Präsident der St. Galler Juso Samuel Brülisauer sieht die Partei gar als Katastrophe. Leute mit einem solch rückschrittlichen Weltbild hätten in der Politik nichts verloren. Er überlege sich gar, eine Aktion gegen die PNOS zu lancieren.

Die meisten Mitglieder der PNOS kommen ursprünglich aus einer Skinhead-Gruppierung aus dem Raum Langenthal. Sie kamen immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt und wurden etwa wegen Rassendiskriminierung verurteilt.

(red)


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